213 Äritif t>. UrtheilSfraft. 1.$1)1. Sir. b. aftbctifchcn UrtheilSfr.
9( n m c v f it tt g II.
ft-olgenbc wichtige ©emerfung bietet fiel) l)iet Don fetOffc bat:bafs eS nämlich br ei er lei mitten bet Antinomie bet reinenSSernunft gebe, bie aber alle batin überetnfommen, baff fte biefclbejwingen, üon bet fonjt fel)r natürlichen SSorauSfcfcung, bie ©egemftdnbe ber Sinne für bie Singe an fiel) felbft ju halten, absugcfmi,fte vielmehr bloS für (§rfd)cinungen gelten 51 t laffen, uttb ihnen einintelligibteS ©ubfirat, (etwas UebevffnnlichcS, wooon ber SSegrijfnur Sbec i|t unb feine eigentliche (SvBenntnijj juldfit,) unterjulegm.ßhtte eine feiere Antinomie würbe bie SSernunft ftd) niemals jhA nnehmuiig eines folgen baS gelb ihrer Speculafion fo fef;r yer=engenben fPrincipS, unb ju Aufopferungen, wobei fo Diele fonft fel)tfchimmernbe Hoffnungen gdnjlid) Dcrfchwinben muffen, enffd)licfjettfönnen; beim felbft jetjt, ba ftd) ihr jur SSergütung btefer (Sinbupsein um bejto größerer ©ebrauch in praftifd)er 9iüdftd)t eröffnet,fdpeint fte ftd) nicht ohne Schmerj Don jenen Hoffnungen trennenttnb Don ber alten Anhanglichfeit loSmachcn ju fönnen.
Saft cS bret Arten ber Antinomie gibt, l) at feinen ©runbbarin, baff cS bret ©rfenntnifjDermögcn: SSerftanb, UrtheilSfraftunb SSernunft gibt, beren jebeS (als oberes (SrfenntnifDermögen)feine fprinct'picn a priori haben muff; ba benn bie SSernunft, fofentfte über biefe fPrincipien felbft unb ihren ©ebrauch urteilt, in tofel)ung ihrer aller ju bem gegebenen SSebingtett unnad)laf 5 lid) ba3Unbebingte forbert, weldheS ftd) bod) nie ftnbcn laßt, wenn manbaS Sinnliche., als 51 t ben Singen an ftd) felbft gehörig betrachtetunb ihm nicht oielmehr, als blofer (Srfcheittung, etwas Uebcrftnmlid)eS, (baS intetligiblc ©ubjtrat ber Statur außer uns unb in unS)alS Sache an fiel) felbft unterlegt. Sa gibt eS bann 1) eine 2ftutinomie ber SSernunft in Anfcl)tmg beS tl)eoretifd)cn ©ebraud)S beSSSetffanbeS bis jum Unbebingfcn hinauf für baS ©rfenntnißycr=mögen; 2) eine Antinomie ber SSernunft in Anfehung beS afthetifdp©ebrauchS ber UrtheilSfraft fürbaS ®cfül)l ber Su ft unb Unluft;3) eine Antinomie in Anfehung beS praftifeben ©ebrauchS ber an fiel)felbft gefefcgcbeitben SSernunft für baS ©egehrungSoertnögen;