76 jfritif b.Uct(;eilSli'oft. I.£l;l. .SU\b.üfH;etifcl;enUrtl;n(6fi\ Ulbfctm.
cingefchränft wirb, fo ift jenes nid;t ntct;r ein freies unb reines®cfd)mad§urtf;eil.
3mar gewinnt ber ©efc^maef burd; btefe 33crbinbung beS äftl;e=tifcl;cn 2Bol;lgefallenS mit bem intellcctuellcn bavin, baff er ffrirtwirb, unb jwar nicht allgemein ift, il;m aber bocl; in ‘tfnfefmnggewiffer sweefmapig bcjtimmter Objecte Siegeln oorgcfd;rieben werbentonnen j). £>iefc ftnb aber alSbann auch feine Siegeln beS ®e=fehmaefs, fonbern bloS ber SSercinbarung beS ®efd;ntacfs mit berSßernunft, b. i. beS Schönen mit bem ®uten, burd; welche jene»jum Snftrument ber 2lbficht in 2lnfel;ung beS (enteren braud;barwirb, um biejenige ®emütl;Sfiimmung, bie ft'ch felbft erhalt unb oonfubjectioer allgemeiner ©ültigfeit ift, berjentgen ©enfungSart untersjutegen, bie nur burd; mül;famcn SSorfafe erhalten werben fann,aber objectio aflgcmcingültig ift. ©igentlid; aber gewinnt weber bie83ollfommenl;eit burd; bie Schönheit, noch bie Schönheit burd; bie33ollfommenl;cit; fonbern weil cS nid;t oermicben werben fann,wenn wir bie S3orftcllung, woburcf; unS ein ©egenftanb gegebenwirb, mit bemSübjccte (in 2Cnfel;ung beffen, waS eS fein foll,) burd;einen SSegriff vergleichen, fte jugleid; mit ber (Smpfinbung im Sub=jccte jufammenäul;alten,'fo gewinnt baS gefammte 83 er mögenber 23orftcllungSfraft, wenn beibe ®emütl;Sjujlanbe jufammenftimmen.
@in ©efchmacfSurtheil würbe in 2tnfef)ung eines ©egenjtanbeSoon beftimmtein inneren 3wecfe nur alSbann rein fein, wenn berUrtljcilenbe entweber oon biefent 3wecfe feinen SSegriff hätte, oberin feinem Urteile baoon abftral;ivfe* 2lber alSbann würbe biefer,ob er gleich ein richtiges ®efcl;madSurtl;eil fällte, inbem er ben©egenjtanb als freie Schönheit beurteilte, bennoch bon bem 2lit--beren, welcher bie Schönheit an t(;m nur'alS anl;angenbe S5efd;af=fenl;eit betrachtet, (auf ben 3wecf beS ©egenjtanbeS ftel;t,) getabeltunb eines falfdjcn @efd;macfS befchulbigt werben, obgleich SSeibe ini(;rcr ‘2lrt richtig urtl;eilen; ber Sine nach bem, waS er oor ben
i) 1. ;tuög.: „unb ift ätnar nicht flitgemcüi, buch fcimcii if;m tu 5iu-fc!;uitg . . . öorgefdjrlet'cn werben."