494 lieber bie $octfcf)rittc bet 5Wetapl)pfiE
Vernunft betrachtet wirb. ©enn bie bebingten folgen ftnb in berSeit gegeben, bie ©rünbe aber ober bie 33cbingungen benft manfidf baju, unb fonnen mancherlei fein. Sage ich atfo: alle ffie--gebenheiten in ber ©innenweit gefächen au§ iftatururfad^en, fo legeich SJebingungcn jurn ©runbe, al& ^5t)dnomcne. ©agt bet©egner:c§ gefehlt nidht AUe§ au§ üftatururfachen (causa phaenomenon), fowürbe ba§ (grjlere falfch fein muffen, ©age ich «her: e$ gefegtnicht AUe3 au§ blofen SJlatururfachen, fonbern e§ farm auch p-.gleich aue> überftnnlichen ©rünben (causa noumenon) gefächen; fofage ich weniger, al§ zur (Sntgegenfefcung gegen bie Totalität berS3ebingungen in ber ©innenweit erfordert wirb, benn ich nehmeeine Urfache an, bie nicht auf jene Art SSebingungen, aber auf bieber ©innenoerfiellung eingefchrdnft ift, wiberfpredje alfo ben äfcbingungett biefer Art nicht; nämlich ich fUHe wir blo§ bie intelli-.gible oor, banon ber ©ebanfe fchon im SSegriff eines» mundiphae-nomeni liegt, in weld;em Alles? bebingt ift, alfo wiberfireitet bieSBernunft hicc nidf)t ber Totalität ber S5cbingungen.
©iefer ffeptifche ©tiUeffanb, ber feinen ©feptidSmuS b. i. feineSSer^ichtthuung auf ©ewifiheit in ©rweiterung unferer S3ernunftet:fenntnif über bie ©renje möglidjer Erfahrung enthält, ift nun fel;rwohlthätig, benn ohne biefen hatten wir bie grofefte Angelegenheit be§SOtenfchcn, womit bie SDtetaphbfif «B ihrem ©nbjmecf umgeht, entroeberaufgeben unb unferen S$ernunftgebraucl) blos? aufs» ©innltche einfebrämfen, ober ben gorfdjer mit unhaltbaren SSorfpiegelungen non @infld)t,wie fo lange gefdjehen ift, htnhaltcn müffen: wäre ntd;t bie jfritifber reinen SSernunft bajwifd;en gefommen, welche burd; bie &l)ei--lung ber gefcfjgebenben SJtetaphbflf in zwei Kammern, fowohl bem©efpotBmuS bes? @mpiris>mu§, aB bem anarchifchen Unfug ber umbegrenzten fPhiloboicie abgeholfen h«t.