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3 (1838) Immanuel Kant's kleinere metaphysische Schriften
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lieber eine (Sntbediung, nad) bet ade Äritif

Unter bem SogmattSmuS ber SJtetapßpifif üerftetjt biefcndmlid) baS allgemeine Zutrauen ju il;ren fPrincipiett, ofine »or=l;ergel;enbc dbriti? beö S3ernunftoermogen§ felbfi, blo§ um i^reS©elingenS willen; unter bem ©fepticiämuS aber ba§, offne öor=bergegangenc Äritib, gegen bie reine ©ernunft gefaxte allgemeineSDlißtrauen, blo§ um beS 3)iißlingen§ ifjrer ©eßauptungen willen*).Ser .RriticiSmuS beS ©erfaßtem? mit 2lllem, was? jur SJietapbbfi?geßört (ber Bweifel be§ 2fuffcf>ub§), ijt bagegen bie Süapime einesallgemeinen SJlißtraucnS gegen alle fpntfjetifcljen ©dße berfclben,bcöor nicht ein allgemeiner ©runb ihrer SDlöglicßfeit in ben wefentli-.eben ©ebingungen unferer (Srbenntnißüermögen eingefehen worben.

©on bem gegrünbeten ©orwurfe be3 SogmatiSmuS befreitman [ich alfo nicht baburd), baß man, wie ©. 262 gefehlt, ftd) auffogenannte apobiftifeße ©eweife feiner metapßpft'fcßen ^Behauptungenberuft; benn ba§ geßlfeßlagen berfelben, felbfi wenn fein fidflbarergehler barin angetroffen wirb, (welches gewifi oben ber gaH nichtijt,) ift an ihnen fo gewöhnlich,, unb bie SBewcifc oom ©egentßcil tretenihnen oft mit nicht minber großer Klarheit in ben 2Beg, baß ber

*) ©aS ©clingcn im ©cbrauchc bet fprincipieit a priori ift bie burdjgiin*gige »eftatigung berfclben in ihrer Knwcnbung auf Erfahrung; benn bafetjenft man beinahe bem ©ogmatiter feinen SkrneiS a priori. ®aS SRiplinsgen aber mit bemfetben, welches ben ©fcptictSmuS ecranlapt, finbet nut inben gallcit ©tatt, wo tebigtich üieweife a priori »erlangt werben fönncti,weil bie (Erfahrung hietübet nichts beftütigen ober mibcrlcgcn fann, unb besfleht batiu, bap SBcweife a priori »on gleichet ©türfe, bie gctabc baS ®c=gentfjeil bartljim, in bet allgemeinen SUienfchenoernunft enthalten ft'nb. ®iectfleren finb auch nut ©runbfafsc bet SübglichEcit bet (Erfahrung unb in betJlnatptif enthalten. Sßcit fie aber, wenn bie .SritiE fte nicht »othet als foldjcwohl gefichert hat, leicht für ©runbfafsc, welche weiter, als bloS für ©egen:ftanbe ber (Erfahrung gelten, gehalten werben, fo entfpringt ein ©ogmatifcmus in Vnfcßung bcS llebcrfinnlichcn. ®ic gweiten gehen auf ©egenftänbe,nicht, wie jene, burrfj SSerftanbcSbcgriffe, fonbern burcf) Sbeen, bie nie in berErfahrung gegeben werben tonnen. SBeil fiel) nun bie SBcwcife, baju bie ff) riiiscipien lebiglicß für ErfahrungSgegenftanbe gebadet worben, in folchem Jallcnothwenbig wiberfprcchen muffen; fo mup, wenn man bie ÄritiE »orbeigeht,welche bie ©renjfchcibung allein bcftimnien fann, nicht allein eilt ©fepticiSsmuS in llnfcßung TllleS beffen, was burcl) blofe Sibccn ber SSernunft gebaeptwirb, fonbern cnblicf) ein iüerbaeßt gegen alle (Erfcnntnip a priori enfprin;gen, welcher benn juiefst bie allgemeine mctapfmfifchc Sweifellchrc herbeiführt.