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3 (1838) Immanuel Kant's kleinere metaphysische Schriften
Entstehung
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HI. St;. ©ic ifr SO?etapf«ft£' als ©iffcnfrfjaft möglkf ? luftofung. 301

Ißerftanb a priori, (bdcf immer nur in SBcjiefung auf moglicf e (Sr-fafrung) ben Segriff non einer foldjen SScrfnupfiing (ber (Saufalitat)an bic £>anb gibt, fr fann icf if>tt bod; nid)t, wie bie ^Begriffe ber©atfematif, a priori, in ber Infcfauung barflellcrt unb alfo feineSKoglidjfcit a priori barlegen, fonbern biefer 33egriff, fammt benen©runbfdfcn feiner Inwenbung, bebarf immer, wenn er a priorigültig fein frll, wie e§ bod) in ber ©ctapfpftl «erlangt wirb,eine Slcdjtfertigung unb Sebttction feiner ©oglicffeit, weil manfonft nieft weif, wie weit er gültig fei, unb ob er nur in ber (Sr=fat)rung ober aud) außer if>r gebraucht werben fbnne. lifo fannman ftd> in ber ©ctapfpfif, al§ einer fpeculatiben ©iffenfefaft berreinen Vernunft, niemals, auf ben gemeinen ©enfefenoerftanb be=rufen, aber wofl, wenn man genotfigt ift, fte ju «erlaffen unb aufalles, reine freculatioe (Srfcnntnifs, welches jeberjeit ein ©iffen feinmuff, mithin aud) auf SDfctapfbfif felbft unb beren SSelefrung (beigcwtffen Ingelegenf eiten) 33erjid)t ju tfun, unb ein üernünftiger©laubc un§ allein mßglicf, ju unferem SSebürfnif aud) finvekfenb,(üiellcicft gar feitfamer, al§ ba§ ©iffen felbft,) befunben wirb.2)cnn atßbenn ijl bie ©eftalt ber @acf c ganj «erdnbert. ©etapfpfilmuß ©iffenfefaft fein, nid)t allein im ©anjen, fonbern aud; in allenifren Sfetlen, fonfl ifl fic gar nkftö; weil fte, al6 ©pcculation berreinen SSernunft, fonfl nirgenbs, Haltung fat, al§ an allgemeinen(Sinftdjten. lußer ifr aber fonnen ©afrfdjcinlicffcit unb gefunberSKenfcfenöcrftanb gar wofl ifren nüfltcfen unb rccftmdßigen ©e=braud) faben, aber naef ganj eigenen ©runbfdfen, beren ®ewid)timmer üon ber ©ejiefung aufr $)ratitifrfe abfangt.

£)a§ ift e§, wa§ icf jur 9D?6glid)feit einer ÜRefapfvftf al§©iffenfefaft ju forbern mief bered)tigt falte.