264 fProlcgomcna 51 t jebet künftigen SRetaphpftf-
bogmatifchen 2 Bege beigelegt werben fann, weil fotvo^l ©alj, als©egenfah burcl; gleich einleud)tertbe flare unb unwiberflehliche 85ezweife bargetl;an werben fonnen, ■ — beim für bie SKichtigf eit allerbiefer äßeweife oerbürge id£> mich, — unb bie SSernunft fiel) alfomit ftch felbft entzweit ficht, ein Sujfanb, über ben ber ©feptiferfroblocft, ber fritifche fPhilofopl) aber in ÜRachbenfen unb Unruheoerfeht werben muß.
§. 52. b.
9)1 an fann in ber SRetapßpftf auf mancherlei SOBeife herumpfmfchen, ol;ne eben ju beforgen, baß man auf Unwahrheit werbe be=treten werben. Senn wenn man ftch uur nicht felbfi wiberfprießt,welches in fpnthetifdßen, obgleich ganjlich erbichteten ©dfjen garwohl möglich tfo f° fonnen wir in allen fotchen gdllen, wo bie^Begriffe, bie wir oerfnüpfen, blofe Sbeen ftnb, bie gar nicht (ihremganjen Snhalte nach) in ber (Erfahrung gegeben werben fonnen,
niemals burch Erfahrung wiberlegt werben. Senn wie wollten
wir eS burch Erfahrung auSmachen: ob bie SSSelt bon Ewigfeit £>erfei, ober einen Anfang habe? ob 9Ratcrie inS Unenbliche tl;eilbarfei, ober auS einfachen SEb^n heftete? dergleichen ^Begriffe laffenftch in feiner, auch ber größtmöglichen Erfahrung geben, mithinbie Unrichtigfeit beS behaupteten ober berneinenben ©aljeS burchbiefen fProbirjtein nidtjt entbeefen.
Ser einzige mögliche Sali, ba bie SSernunft ihre geheimeSialeftif, bie fte fdlfchltd) für Sogmatif auSgibt, wiber ihren SBillenoffenbarte, wäre ber, wenn fte auf einen allgemein jugeftanbenen©runbfafc eine ^Behauptung grünbete, unb auS einem anberett,eben fo beglaubigten, mit ber größten 3tichtigfeit ber ©dßlußart
gerabe baS ©egentheil folgerte. Siefer Sali ifi hi er nun wirflid),unb jwar in 2Cnfehung hier natürlicher SSernunftibeen, woraus hier^Behauptungen einerfeitS, unb eben fo otel ©egenbehauptungenanbererfeitS, lebe mit richtiger Eonfequenj auS allgemein jugeftan;benen ©runbfahen, entfpringen unb baburch ben bialeftifchen ©chein