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3 (1838) Immanuel Kant's kleinere metaphysische Schriften
Entstehung
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100 Staunte eines ©ciflcrfeherS, erläutert

fönnen. «Stirbt bet SKenfch, fo oeränbert btc Seele n'cht ilre Stelle,fonbern empfmbet fiel; nur in berfclbcn, barin fte in 2lnfel;ung an--berer ©cifter fchon in biefenx Seben war. UebrigcnS, obgleich ba3syerf;attnij 3 ber ©cijlcr unter cinanber lein wahrer 3fai,m iji, foI;at baffelbe bod) bei ihnen bie Sparenj beffclbcn, unb il;ve SSer-fnüpfutigen «erben unter ber beglcitcnbcn ^Bedingung ber 9iöl;heiten,tl;re 33erfcl;icbenheitcn aber al§ SBciten oorgcftellt, fo mie bie ©cifterfelber roirflicb nicht au§gebel;nt ftnb, cinanber aber bod; bie 2fppa=renj einer menfd;Iid)en gigur geben. Sn biefern eingebitbeten Siaumeift eine burd;gangigc ©emeinfdiaft ber geiftigen Naturen. Sroe--benborg fpricht mit abgcfd;iebencn Seelen, wenn cS il;m beliebt,unb lieft in ihrem ©ebücfytnijj (SUorftellungSfraft) benjentgert Bu=ftanb, barin fte fid; felbjt bcfchauett, unb fielet biefen eben fo flar,al§ mit leiblichentfugen. 2fud; ift bie ungeheure Entfernung beroernünftigen Scmoljner ber SSelt in 2lbftd;t auf ba§ geiftige SDSeltsganje für nichts ju halten, unb mit einem S3crool;ncr bes> SalurnSja reben, ifl il;tn eben fo leicht, als eine abgefcfyiebcnc SOienfchen=freie ju fpred;en. OTeS fommt auf ba§ 33crl;ü(tnifi be§ innerenBuftanbeS unb auf bie SJerfnüpfung an, bie fte unter etnanber nachihrer Uebereinftimmung im 3Bal;ren unb im ©uten haben; btcentfernteren ©eiftcr aber fönnen leid;ftid; burch SSermittetung anbererin ©cmeinfd;aft fotnmen. Sal;er braucht ber SDJenfch aucl; nichtin ben übrigen äBcltförpern mitflicb gewohnt ju haben, um biefet*ben bereinfi mit allen ihren SBitnbertt ju fennen. Seine Seele lieftin bem ©ebdcfytniffe anberer abgcfd;icbenen SDSeltbürger ihre SiorfteUhingen, bie biefe tton ihrem Seben unb 3Bol;npla&e haben, unbfteht barin bie ©egenftanbe fo gut, wie burd; ein unmittelbares 2in*flauen.

©in £auptbegriff in SroebenborgS ^)l)antaflerei tfi biefet:bie körperlichen SQSefcn haben feine eigene Subftjlenj, fonbern befte--l;en lebiglid; burd) bie ©eiftermelt; wiewohl ein jeher .Körper nichtburd; einen ©cif! allein, fonbern burd; alle jufammengenomnten.Saher l;<*t bie ©rfenntnifs ber materiellen Singe zweierlei SBebeu-tung, einen äußerlichen Sinn, in 58erh«ltnif ber Materie auf einan=