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4 (1838) Immanuel Kant's Grundlegung zur Metaphysik der Sitten, Kritik der praktischen Vernunft : nebst den Abhandlungen zur Philosophie der Geschichte
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26-1 Jlcitif bet ptaftifd;en Bernunft. I. SEI). II. B. II-^ptft.

35ernunft ju galten, unb ba ftnbe icg, bajj bet moralifcge ©runbfagign nur als moglicg, unter SSorauSfcgung eines SBelturgeberö tongocgfter 83olltommengeit, julaffe. ©r mufi allmiffenb (ein,utn mein SScrgaltcn bis jum Snnerften meiner ©efinnung in allenmöglichen gällen unb in alle 3ulunft j U erfennen; allmächtig,um igm bie angemeffenen golgen ju erteilen; ebenfo allgegen-.martig, emig u. f. m. SRitgin bcfiinnnt baS moralifcge ©efe(sburcg ben Skgriff beS gbcgften ©utS, als ©egenfianbeS einerreinen praftifd;en Vernunft, ben fficgriff beS UrmcfenS als 1;od) =ftcn SßSefenS, melcgeS ber pgpfifcge (unb hoher fortgefegt bertneta^hvfifd;e), mithin ber ganjc fpeculatioe ©ang ber Vernunftriidht bewirken fonnte. 3llfo iji ber SSegriff bon ©ott ein urfprünglicbnicht jur fPgpfif, b. i. für bie fpeculatiöe Vernunft, fonbern jurSRoral gehöriger SJegtiff, unb eben baS fantr man aucg oon benübrigen SBernunftbegriffen fagen, bon benen mir als fPojtulaten ber-felben in igrem praftijegen ©ebraucge oben geganbelt gaben.

SBenn man in ber ©efcgicgfe ber gtiecgifcgen fPgilofopgie überben "ilnaragoraS ginauS feine beutlicgen ©puren einer reinenSSernunfttgeologic an trifft, fo iji ber ©runb nicht barin gelegen, bajjeS ben älteren fpgilofopgcn an Berjtanb unb @infid)t fcglte, umburcg ben SBeg ber ©peculation, menigfienS mit SSeigülfe einer ganjbernünftigen £ppotgefe ftcl; bagin ju ergeben; maS fonnte leichter,roaS natürlid;er fein, als ber fid; oon felbft Sebermann barbietenbe©ebanfe, fiatt unbeftimmter ©rabe ber SSoIIfommengeit berfcgtebcneräßclturfacgcn, eine einzige bernünftige anjunegmen, bie alle S5ott-fommengeit gat? Äber bieUebel in ber SEBelt fegienen ignen oiclju wichtige ©inmürfe ju fein, um ju einer folcgen 4j>ppotgefe fiegfür beredptigt ju galten. SÖfitgin jeigten fie barin eben Berflanbunb ©infiegt, bajj fie fteg jene nicht erlaubten unb biclmegr in benSftatururfadjen gerumfudjten, ob fie unter ignen niegt bie ju Urvocfencrforberlicge ffiefegaffengeit unb Bcrmbgen antreffen moegten. 2lberttaegbem biefeS fegarffinnige Siolf fomeit in 9?ad;forjcgungen fortge-rücft mar, felbji fittlid;c ©egenjianbe, barüber anbere Bölfcr "niemalsmegr, als gefegmagt gaben, pgilofopgifcg ju beganbcln; ba fanbenfie