188 JUitiE bcc piaEttfdjctt SSernunft. I. :i'l;. 1.53. 111. ^pt|t.
aber tnujj von aller finnlidjen ffiebingung frei fein. SSielmeljr iftbaS ftnnlidje ®efül;l, waS allen unferen Neigungen jum ®ruiibeliegt, jmar bie SSebingung berjenigen (Smpftnbung, bie wir 2ld;tungnennen, aber bic Uvfacfye ber fBeftimmung beffelben liegt in ber reinenpraftifdjen S3ernunft, unb biefe (Smpfinbung fann bafjer, ifjreS Ur=fprungS «egen, nicl)t patl;ologifd>, fonbern mufj praftifcf) gewirftbeifsen; inbem baburdj, baff bie S3orftellung beS moratifefjen ©efe^csber Sclbftliebe ben (Sinflufi, unb bem (Sigenbünfel ben 2Bal;n bc-.nimmt, baS §inberni(3 ber reinen praftifcljen SSernunft verminberf,unb bie SSorfiellung beS SSorjugeS iljreS objectivcn ©efefceS vor benAntrieben ber ©innlicfyfeit, mitfjin baS ®ewid;t beS erjferen relativ(in 5Cnfef)ung eines burd; bie ledere affteirten SBillenS) burd) bieSBegfcfjaffung beS ©egengewicljtS im Urteile ber S3ernunft l;ervor=gebracht wirb. Unb fo ift bie 5ld)tung für§ ©efe^ nidjt Sricbfebcrjur ©itttidjfeit, fonbern fte ift bie ©ittlicljfeit felbft, fubjectio alsSriebfeber betrautet, inbem bie reine praftifclje SSernunft baburcf,baf fte ber Sclbftliebe, im ©egenfafee mit tyr, alle Ulnfprüclje ab;fd;ldgt, bem ®efe^e, baS je&t allein Sinflup l;at, 2lnfefjcn verfetjafft.Riebet ift nun ju bemerfen: bafs, fowic bie 3lcl)tung eine SBirfungauf3 ®efül;I, mitfjin auf bie ©innlid;feit eines vernünftigen SBefenSift, eS biefe ©innlidjfeit, mithin audf> bie ©nblicfjfeit folget SBefen,benen baS moralifefje ©efek tlcljtung auferlcgt, vorauSfefse, unb bajteinem fjbdjften, ober aud; einem von aller Stnnlid;feit freien SBefen,«eld;em biefe alfo auef) fein ^inbernif ber praftifd;en SSernunft feinfann, Slcfjtung fürs ©efelj nicl)t beigelcgt «erben fonnc.
SiefcS @efül;l (unter bem Statuen beS tnoralifdjeit) iji alfoIcbiglicf) burd) SSernunft bewirft. (SS bient niefjt ju SSeurtbcilungber ^tanblungen, ober woljl gar jur ®rünbung beS objectiven Sitten;gcfefeeS felbft, fonbern bloS jur Sriebfeber, um biefeS in ftd; jurSJtapime ju machen. Sföit welchem Stamcn aber fonntc man biefeSfonberbare ®efül)l, «eldjcS mit feinem patl)ologifd;cn in SSergleicfjunggezogen «erben fann, fdjicf lieber belegen? (S3 ift fo eigentl;ümlid;er'X nt, bafj cS lebiglid) ber SSernunft, unb jwar bet praftifeijen reinenSSernunft ju ©ebote ju jtcljen fd>cint.