fljon bcnt Begriffe eines ©egcitfknbeS bcr reinen praft. Bcrnuitft. 175
moralifchen ©efc^c gebietenben praftifchen Vernunft, ober eines reinen©illcnS a priori ju unterwerfen, Statt haben fontten.
Stefe Kategorien ber Freiheit, benn fo wollen wir fte,(tatt jener theorctifcfjen Begriffe, als Kategorien bcr Statur benewnen, haben einen augenfchetnlichen SSorjug oor ben letzteren, baf,ba biefe nur ©ebanfenformen finb, welche nur unbefiimmte SDbjecteüberhaupt für jebe uns mögliche tfnfchauung burch allgemeine 3Be=griffe bezeichnen, biefe hingegen, ba fte auf bie Bejlimntung einerfreien SB i 11 führ gehen, (ber zwar feine tlnfchauung wollig cor;tefponbitenb gegeben werben fann, bie aber, welches bei feinenGegriffen beS tf>eoretifc£;en ®ebraud)S unfereS StfenntnifwermögenS(Statt finbet, ein reineS praftifcheS ©efeh a priori zum ©runbeliegen hat,) als praftifche Elementarbegriffe ftatt ber Sorm ber %n-fchauung (Kaum unb Seit), bie nicht in ber SSernunft felbft liegt,fonbern anberwättS, nämlich oon ber Sinnlichfeit he^enommenwerben rnufj, bie gorm eines reinen SBillenS in ihr, mithinbem ©enfungSöermogen felbft, als gegeben zum ©runbe liegen haben;baburch eS benn gefehlt, baf, ba eS in allen SSorfdjriften berreinen praftifchen Vernunft nur um bie SBillenSbejtimmung,nicht um bie Staturbebingungen (beS praftifchen SSermogenS) ber2CuSfüf>rung feinet tlbficht zu tbun ift, bie praftifchen S5e=griffe a priori in Beziehung auf baS oberfte fPrincip ber Freiheitfogleid) Erfenntniffe werben unb nicht auf tlnfchauungen wartenbürfen, um Bebeutung zu befommen, unb zwar auS biefern merf=würbigen ©runbe, weil fte bie SBirflichfeit beffen, worauf jte ftd)beziehen, (bie SBillenSgeftnnung) felbft h^öorbringen, weites garnicht bie Sache theoretifcher Begriffe ijt. Stur muff man wohlbemerfen, baft biefe Kategorien nur bie praftifche SSernunft über-haupt angehen, unb fo in ihrer Drbnung »on ben moralifd) nochunbejtimmten, unb ftnnlicf>=bebingten, z u benen, bie ftnnlicf) = unbe*bingt, bloS burd)S moralifche ©efefe beftimmt jtnb, fortgehen.