.153 Äritif b. pr. SSernunft. •• 21). 1.23. l.fbptjt. sBon b.önuibfaßcn
©rijtenj ber ©egenftünbc felbft »erben fann unb bic SSernunft burd)baffelbc ßaufalitat in einem oernünftigen SBefen bat, b. i. reine fSSernunft, bie aß ein unmittelbar ben Söillen bejtimmcnbeS SS«; |;me gen angefel;cn »erben fann. 1
Stun ift aber alle menfc£)Iid)e (Sinfkbt ju (Enbe, fobalb wir j u |©runbfräften ober ©runboermögen gelangt ftnb; beim bereu SDJög-. |liebfeit fann burd) nichts begriffen, barf aber auch ebenforoenig {beliebig erbittet unb angenommen »erben. ©aber fann uns im !tbcoretifeben ©ebraubbe ber SSernunft nur Erfahrung baju berechtigen, !fie anjunebmen. ©icfeS Surrogat, ftatt einer ©ebuction au§ @r-,fcnntnißquellen a priori, empirifdje 23e»eife anjufübren, tfi un§ hieraber in 2lnfcbung beS reinen praftifeben 33ernunftüerm6gen$ aud)benommen. ©enn »a3 ben 33e»ei§grunb feiner SBirflicbfeit t?on jber (Erfahrung berjubolcn bebarf, muß ben ©rünben feiner 3R6g-. jliebfeit nadb non (SrfabrungSprincipien abhängig fein, für bcrgleidjenaber reine unb bod) praftifebe SSernunft febon ihres SSegrip »egenunmöglich gehalten »erben fann. 2lud) ijt ba§ moralifebe ©efefj
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gleicbfam al§ ein factum ber reinen SSernunft, beffen »ir uti§ a j
priori bewußt ftnb unb welches apobiftifcb gc»iß ijt, gegeben, gefegt,baß man auch in ber (Erfahrung fein S3eifpiel, ba eS genau befolgtwäre, auftreiben fonnte. 2tlfo fann bie objectioe ^Realität beS mo=ralifd;en ©efe^eö burd) feine ©ebuction, burd) alle 2fnftrcngung bertbeoretifeben, fpeculatiocn ober empirifd; unterftu(ten SSernunft, bc=»iefen, unb alfo, wenn man auch auf bie apobiftifdje ©eroißbeit |
SScrjicbt tbun wollte, burd; (Erfahrung bejlätigt unb fo a posteriori jbewiefen »erben, unb jtebt bennoeb für [ich felbft fejt. j
(Etwas '(InbereS aber unb gang SBibcrftnnigeS tritt an bic ©teilebiefer »crgeblicb gefuchten ©ebuction beS moralifeben fPrincipS, nanulieb b>aß eS umgefebrt felbft gum S)rincip ber ©ebuction eines um |crforfcblid)cn SSerirwgenS bient, weldjeS feine (Erfahrung beroeifen,bic fpeculatiee SSernunft aber, (um unter ihren foömologifd)cn SbecnbaS Unbebingte feiner (Eaufalitat nad) gu ftnben, bamit fie ftd; felbftnicht wiberfpreebe,) »cnigftcnS als möglich annebmen mußte, nämlid)baS ber greibeit, oon ber baS moralifd;e ©efef}, »cld)c3 felbft feiner