132 jfvitif bet praftifcben SBernunft. I. £(;• 1- 25. I- Jpptß.
er gleich analptifcb fein würbe, wenn man bie greibeit bcS SSBilletiävorauSfefcte, woju aber, als pofttivem SSegriffe, eine intcllcctuclfctfnfcbauung erfordert werben würbe, bie man ()ier gar nidjt amnehmen barf. 35od> muß man, um bicfeS ©efefj ohne SJtißbeutungaß gegeben anjufehen, wobt bemerfen: baß eS fein empirifdjeS,fonbern baS etnjtge Sacfutn ber reinen SSernunft fei, bie ftch baburd)als urfprünglich gefefjgebenb (sic volo, sic jubeo,) anfünbigt.
Folgerung.
Steine S3crnunft iß für ßcb allein pvaftifcb, unb gibt (bemfOtenfcbcn) ein allgemeines ©efeh, welches wir baS ©ittemgefeb nennen.
2(ntucrfung.
2)aS vorher genannte factum iß unleugbar. SJian barf nurbaS Urtl;eil jergltebern, welches bie SDlenfcben über bie ©efehn#'g:feit ihrer £>anbtungcn fallen; fo wirb man jebergeit ftnben, baß,was auch bie Neigung bagwifeben fpreeßen mag, ihre SSernunft bemnoch, unbeßecblicb unb burd; ftd> felbß gezwungen, bicSKarime beSSBillenS bei einer Spanblung jeberjeit an ben reinen SBilten falte,b. i. an ftcb felbß, inbem fie ftcb aß a priori praftifcb betrautet.SiefeS fPtincip ber ©ittlicbfeit nun, eben um ber OTgemeinljeit ber©efebgebung willen, bie eS jtttn formalen oberßen SScßimmungS--grunbe beS SBillenS, unangefeßen aller fubjectiven SSerfcbiebent)eitbeßclben macht, erflärt bie SSernunft jugleid) ju einem ©efefee füralle vernünftige SBefen, fofern fie überhaupt einen UBillen b. i. einSScrmogen haben, ihre ßaufalitdt bureb bie SSorßeUung von Siegelnju beßimmen, mithin fofern ß'e ber §anblungen nad) ©runbfnben,folglich auch nach praftißben ^Drincipien a priori, (benn biefe habenallein biejenige Stotbwenbigfeit, welche bie SSernunft jurn ©runbfnfeforbert,) fähig ftnb. (SS fchränft ftcb alfo nicht btoS auf SKenfcfenein, fonbern geht auf alle cnblidje SEBefen, bie SSernunft unb SBtllenhaben, ja fdßießt fogar baS uncnbtiche SBefen, als oberße Sntelligcnj,mit ein. 5m erßeren Salle aber hat baS ©efeb bie §orm eines