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4 (1838) Immanuel Kant's Grundlegung zur Metaphysik der Sitten, Kritik der praktischen Vernunft : nebst den Abhandlungen zur Philosophie der Geschichte
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i8on ber ©ruitbfd&cn bcr reinen proftifcben SJernunft. §. 2. l.'äi

2t n m c r f u n g.

Sic reine ©cometrie fyat fpojtulate als praftifebe ©afce, bieaber nichts weiter enthalten, als bie SSorauSfefcung, bajj man etwasti)un fönnc, wenn etwa geforbert würbe, man folle e§ tbtm,unb biefe ftnb bie einzigen ©dhe bcrfclben, bie ein Safein betreffen.@0 finb atfo praftifebe Siegeln unter einer problematifcbcn SSebingungbe§ SBillenS. ^)icr aber fagt bie Siegel: man folle fd)(cd)tt)in aufgewiffe SQSeife ücrfatjren. Sie praftifd;e Siegel ift alfo unbebingt,mithin, als fategortfeb praftifeber ©ab, a priori üorgejtellt, woburebber SBille fcbled)tcrbingS unb unmittelbar (bureb bie praftifebe Siegelfclbfi, bie alfo t;ier ©efets ift,) objecti» bejtimmt wirb. Senn reine,an fiel) praftifebe SSernunft ift l)ier unmittelbar gefehgebenb.Ser SBille wirb als unabhängig bon empirifeben SSebingungen,mitbin als reiner SBilte, bureb bie btofe gorm beS ©efefccSals bejtimmt gebaut, unb biefer ©ejiimmungSgrunb als bie oberjicSScbingung aller ÜJlapimen angefeben. Sie ©ad)e ift befremblid)genug, unb l;at ibreS ©leicben in ber ganzen übrigen praftifebendrfenntnifs nicht. Senn ber ©ebnnfe a priori oon einer möglichenallgemeinen ©efefcgcbung, ber alfo bloS problematifd) ijt, wirb, ebnebon ber ©rfabrung ober irgenb einem dufteren SBillcn etwas juentlehnen, alS ©efetj unbebingt geboten. <SS ijt aber aud; nichteine SSorfcbrift, nach welcher eine ^anbluttg gefächen foll, babura;eine begehrte SBirfung möglich tjt/ (benn ba wäre bie Siegel immerpbyfifcb hebingt,) fonbern eine Siegel, bie bloS ben SBillen, in 2Cn-fd)ung ber gönn ber SKarimcn, a priori bejtimmt, unb ba ijt ein©efeb, welches bloS jum 5Bel)uf ber fubjectiben gorm ber ©runb»fdfce bient, als SBeftimmungSgrunb burd) bie objectioe gönn eines©efcbeS überhaupt wenigjtenS ju benfen, nid)t unmöglich. 9)ianfann baS ©ewufjtfein biefeS ©rugbgefebeS ein gactum bcr SSernunftnennen, weil man eS nicht auS üorbergebenben SatiS ber SSernunft,5 . 58. bem SSewufitfcin ber greibeit, (benn biefeS ijt unS nichtborber gegeben,) berauSoernünfteln bann, fonbern weit eS fid; fürficb felbjt unS aufbringt als fpntbetifcber ©a| a priori, ber auffeiner, weber reinen noch empirifeben 'ilnfd)auung gegrünbet ijt, ob

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