92 ©cunblegung jur SWetaphbfB bcc (Sitten. 3. 2(bfd)it.
bie SSermmft urfprünglid) ein Sntcrcffe nähme; voetcfjcä aber 6c;greiflid) ju machen gerate bie Aufgabe i|t, bie wir nidjt auflofenfönnen.
£ier ift nun bie obcrjic ©renje aller trtoralifdjen 9tachforfd;>ung;welche aber ju beftimmen, aud) fdjon barum von großer 5ffiid)tigfcitifi, bamit bie 83crnunft nid;t cincrfeitS in ber Sinnenwelt auf eineben Sitten fchdblidje 2lrt nad) ber oberjtcn 33ewegurfad)c unb einembegreiflichen, aber etnlpirifdjen Sntereffe tjerumfuc^e, anbererfeitö aber,bamit fte auch nicht in bem für fte leeren Staunt tranSfcenbenterbegriffe, unter bem tarnen ber inteltigiblcn SBelt, fraftloS il)reglügel fdjwinge, ohne von ber Stelle ju fontmen, unb ftd> unter.JjMrngefpinnjten verliere. UebrigcnS bleibt bie Sbee einer reinen 83er;jtanbeSwett, als eines ©angen aller Anteiligengen, wogu wir fetbjt,aB vernünftige Söefen, (obgleich anbcrerfeitS gugleid) ©lieber betSinnenwelt,) geboren, immer eine brauchbare unb erlaubte Sbee jumSSehufe eines vernünftigen ©laubenS, wenngleich alles SBiffen anber ©renje berfelben ein ©nbe hat, um burd) baS l)errltd;e Sbealeines allgemeinen 9?cidt)S ber Sroecfe an fich felbfi (vernünftiger2Befcn), ju welchen wir nur aBbann aB ©lieber gehören fönnen,wenn wir unS nach 9ftarimen ber Freiheit/ aB ob fte ©efejse berStatut waren, forgfaltig verhalten, ein lebhaftes Sntereffe an bemmoralifdjen ©efetje in uns ju bewirken.
@cf)luf;anmerf;ung.
25er fpecutative ©ebraud) ber 5Scrnunft, inUtnfchung ber91 atut, führt auf abfolute Stothwenbigfeit irgenb einer oberjtcnUrfache ber SSelt; ber praftifche©ebraud) ber SJcrnunft, inficht auf bie Freiheit, führt audh auf abfolute üftothroenbigfeit,aber nur ber ©efefse ber ^janblungen eines vernünftigen2BefcnS, aB eines folgen. 9hm ijt eS ein wefcntlicheS fPrincipalles ©cbrauchS unferer 58ernunft, ihr ©rfenntnifs bis jum SBewußüfein ihrer Stothwenbigfeit ju treiben, (benn ohne biefc wäre ftenicht ©rfenntniß ber 5ßcrnunft.) ©S ift aber aud) eine eben fo