Uebcrgang o. b. SKetapb- b. Sitten ;ur Äritif b. pratt. SSernunft. 91
bewufjt ijt, ohne weitere SSebingung nothwenbig. SBie nun aberreine SSernunft, ohne anbere SSriebfebern, bie irgenb woher fonjtengenommen fein mögen, für fiel) fetbft praftifd) fein, b. i. wie baSbtofe ^rincip ber Stllgemeingültigf eit aller ihrer SDJajei-men als ©efelje, (welches freilich bie gorrn einer reinen prafti=fd;cn SSernunft fein würbe,) ohne alle SStaterie (©cgcnjtanb) beäSBtllenS, woran man jum SSorauS irgenb ein Sntereffe nehmen bürfe,für fiel) felbji eine Sriebfeber abgeben unb ein Sntereffe, rceld;eS reinmoralifch fjeipen würbe, bewirfen, ober mit anberen SBorten: wiereine SSernunft praftifch fein fönne, baS ju erfldren, bajuift alle menfd)lid)e SSernunft gänzlich unoermögenb unb alle 9Jiül>cunb Arbeit, l)icuon (Srflarung ju fudjen, ift verloren.
@S ijt ebenbaffelbe, als ob ich ju ergrünben fud)te, wie grei=beit felbfl als ßaufalitdt eines SBillenS möglich ijt. 25enn ba t)cr=laffe id) ben pf>ilofo^l;tfd;en SrflärungSgrunb, unb habe feinen anberen.3war fönnte id) nun in ber intclligiblen SBelt, bie mir nod; übrigbleibt, in ber SBelt ber Sntelligenjen berutnfchwdrmcn; aber ob id;gleich baoon eine Sbee habe, bie ihren guten ®runb bat, fo l;abeich bod) üon ihr nidjt bie minbefte Äenntnijj, unb fann auch jubiefer burd) alle SScftrebung meinet natürlichen SSernunftoermögenSniemals gelangen, ©ie bebeutet nur ein StwaS, baS ba übrig bleibt,wenn ich 2CHeS, waS jur ©innenweit gehört, oon ben 33eftimmungS=grünben meines SBillenS auSgefcfjloffen habe, bloS um baS S)rincipber JBewegurfadben auS bem gelbe ber ©innlicbfcit einjufd;rdnfen,baburd), baj 3 ich eS begrenje, unb jeige, bafj eS nicht OTeS in OTctnin fich faffe, fonbern bafj aufjet ihm noch mel;r fei; biefcS SDJehrercaber fenne id; nicht weiter. SSon ber reinen SSernunft, bie biefeS3beal benft, bleibt nach Slbfonberung aller SRaterie b. i. Srfenntnijjber £)bjecte mir nichts, als bie gorrn übrig, nämlich baS praftifd;c©efefj ber Slllgemeingültigfeit ber -Dtarimen unb, biefem gemdfi, bieSSernunft in SSejichung auf eine reine SScrjtanbcSwelt als möglichewirfenbe b. i. als ben SBiUcn befiimmenbe Urfadje ju benfen; bieSSriebfeber muf? hier gdnjlid) fehlen; eS müfjtc benn biefe Sbec einerintclligiblen SBelt felbjt bie Sriebfeber, ober baSjenigc fein, woran