4 ©umbtcgung jur Sftetaphbfib bec Sitten.
5Dienfd)cn, fofem er burch bie Natur affteirt wirb, t£jre ©cfeljebefttmmen mujj, bie erfteren jwar al3 ©efe^e, nad; benen 2 llle§gcfchiel;t, bie jweiteit al§ folche, nad; benen 2 llle§ gefd)ef;en foll,aber boch auch mit (Erwägung ber ©ebingungen, unter benen es>öfters nid;t gefd)tel;t.
SDtan fann alte fPhilofophte, fofem fie fiel; auf ©rünbe ber(Erfahrung fuft, empirtfdn, bie aber, fo lebiglid; au§ fPtincipicna priori il;re £el;ren oortrdgt, reine fPhilofopfjic nennen. Sie letztere,wenn fie blo§ formal ift, So gif; ijl fte aber auf bcfltmmfe©egenftanbe be§ SSecfianbeS eingefchrdnft, fo t;ei|jt fte SNetaphbfil-
2 luf fold;e Stßeife entfpringt bie Sbee einer jmiefad)en Steta-phtyfif, einer Nietaphbf^ ber Natur unb einer SKetaphbftber Sitten. Sie fPhbP wirb alfo ihren empirtfdjcn, aber aud)einen rationalen S£f) e ü h a bett; bie (Etjjif gleichfalls; wiewohl hierber empirifd)e $l)eil befonberS praftifd)e 2 lntl;ro!potogtc, bttrationale aber eigentlich 5DJ oral beiden fontite.
2llle ©ewerbe, .ipanbwerfe unb fünfte, h<tben burd) bie 33entl;eitung ber Arbeiten gewonnen, ba nämlich nicht (Einer 2ttle§ macht,fonbern jeber ftd) auf gewiffe Arbeit, bie ftch ihrer SSehanblungSweifenad; oon anberen merftich unterfd)etbct, einfehranft, um fie in bergrößten Sdollfommenheit unb mit mehrerer fieichtigfeit leiften 5 «fönnen. 2So bie Arbeiten fo nicht untergeben unb v>ertl;eilt werben;wo feber ein SEaufenbfünfiler ift, ba liegen bie ©ewerbe nod) inber großen ^Barbarei. 3lber ob bicfeS jwar für ftd; ein ber (Er-wdguttg nicht unwürbigeS Sbject wäre, ju fragen: ob bie reinefPhilofßphie »ft allen il;ten SEfteilen nicht ihren befonberen SKamt et=heifche, unb e§ um ba§ ©anje be§ gelehrten ©ewerbeS nicht beferftehen würbe, wenn bie, fo ba§ (Empirifche mit bem Nationalen,bem ©efehmade beS fPublicumS gentdf, nad) allerlei ihnen fclbftunbefannten SSerhdltniffen gemifd;t, ju öerfaufen gewohnt finb, bieftd) ©elbjtbenfer, 2 lnbere aber, bie ben blo§ rationalen J U;bereiten, ©rübler nennen, gewarnt würben, nicht jwei ©efdf)dftejugleid) yu treiben, bie in ber 3lrt, fte &u behanbeln, gar felwfdneben finb, ju beren jebern oiclleicht ein befonbereS Talent erforbert