2S o v t* e fc e.
i ®ic alte grtccfjifc^c fPhilofophic teilte fid; in brci 3Bi||cn=fdjaftcn ab: bic bie ©tlnf, unb bic Sogtf.
I i' Siefe ©inthcitung ijt bcr Statur bet <Sad;e oollfommcn angemeffen,
unb man f;at an ihr nid;t§ ju »erbeffern, als etwa nut ba§ fPrincipbetfelben btnjitjuttjun, um ftd> auf foldje tlrt U;etlS ihrer S3olljidn=: jj bigfett ju üetfidjern, tl)cil§ bie nothwenbtgen Untcrabtheitungcn richtig) i heftimmen ju tonnen.
. i adle SSernunftcrfcnntnijj ijt entweber material unb betrachtet
irgenb ein Sbject; ober formal unb befcl)äftigt fid) blo§ mit bcr| gorm bc§ SSerjtanbeS unb ber SSernunft fclbjt unb ben allgemeinen
| Otegeln bc§ SenfenS überhaupt, ohne Untcrfd;ieb ber Sbjcctc. Sie
i formale ^Ijilofophtc heißt SogiS, bie materiale aber, weld;e e$>
| mit beftimmten ©cgenjtanben unb ben ©efetjen ju thun hat/ benen
| fte unterworfen finb, ijt wieberum jwiefad). Senn biefe ©efc^e ftnb
| entweber ©efe^e ber Statur, ober ber Freiheit. Sie SBiffenfchaft
j »on bcr erften hei^t bie bcr anberen ijt@tl)t£; jene
| wirb auch Staturlchre, biefe ©ittenlchre genannt.
I Sic Sogif fann feinen cmpirifd;cn S£tjcit haben b. i. einen
I foldjen, ba bie allgemeinen unb nothwenbigen ©efehe be§ SenfenSaufSrünben beruhten, bic oon ber Erfahrung hergenommen waren;
- 1 benn fonjt wäre fic nicht Sogif b. i. ein .Kanon für ben SSerjtanbober bic SSernunft, ber bei allem Senfen gilt unb bemonjtrirt werbennutfj. Sagegen tonnen fowohl bie natürliche, als fittliche 5öelt=| Weisheit, jebc ihren empirtfehen S£l;eil haben, weil jene ber Statur
) als einem ©egenjtanb ber Erfahrung, biefe aber bem SBiUen beS
• 1 *