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9 (1848) Siebenkäs : drittes und viertes Bändchen
Entstehung
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ihm nichts als das Werkzeug oder die Waffe des Streites,die zugleich der Gegenstand desselben war, kurz das Geld.In den 10 Tagen, innerhalb welcher die Appellazion wieein Fötus reifen muß, ging er kränklich und sinnend umher:jeder dieser Dczimaltage übte au ihm eine von den zehn Ver-folgungen der ersten Christen aus, und dezimirte seine frohenStunden. Von seinem Leibgcber in Baircuth Geld zu be-gehren, war die Zeit zu kurz und der Weg zu lang, da Leib-geber, nach seinem Schweigen zu schließen, vielleicht mit demSpringstab und Steigeisen seiner Silhouettenschccre über mehreBerge weggesprungen war. Firmian that aus alles Verzichtund ging zum alten Freund Stiefel, um sich zu trösten undalles zu erzählen: dieser ergrimmte über den sumpfigen, boden-losen Weg Rechtens, und drang dem Advokaten eine Stelzedarin auf, nämlich die Gelder zum Appelliren. Ach, es wardem unbefriedigten, schmachtenden Rathe so viel, als fastete erLenettens geliebte, ziehende Hand, und sein redliches, an lau-ter eiskalten Tagen angeriuncndcs Blut fing wieder aufge-thauet zu laufen an. Es war keine Täuschung des Ehrge-fühls, daß Firmian, der lieber hungerte, als borgte, gleichwolvon ihm jeden Thaler als ein Steinchen annahm, um es inden morastigen Weg Rechtens zu pflastern, und so nnbesudeltdarüber zu kommen. Aber die Hauptsache war sein Gedanke,er sterbe bald, und dann bleibe doch seiner hülflosen Wittweder Genuß der kleinen Erbschaft nach.

Er appellirtc an die erste Appellazionkammer, und be-stellte sich in Leipzig bei einer andern Notariat-Schmiedeeffeein neues Instrument, beim Zcugen-Beichtigcr Lob stein.

Diese neuen, vom Glück erhaltenen Realterrizionen undNägelmalc auf der einen, und diese Güte und diese Renten

Jean Paul's auSgew. Werke. IX. F