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Papier, und nach einer Stunde überreichte er dem Grafeneinen Aufsatz, wovon wir hier nur einen kurzen Auszuggeben wollen.
„Eine Hauptquelle der abnehmenden Beröikerung"schrieb er — „ist die immer mehr um sich grei-fende Ehelosigkeit. Das sahen schon vor alten„Zeiten die Lacedämonier ein, und die Hagestolzen„hatten daher bei ihnen einen harten Stand. Jähr-lich, an einem bestimmte» Tage, wurden sie öffent-lich wie Opfcrthiere um einen Altar geführt und„von Weibern und Jungfrauen mit Ohrfeigen ge-„züchtigct. Diese Sitte sollte man jetzt in der Welt„wieder einführen, um die Bevölkerung zu vermeh-ren ; denn jede Mannsperson würde heirathcn, um„nicht die Strafe der Hagestolzen zu dulden." —
„Ein guter Gedanke!" sprach der Graf. „Wir wollenso ein Hagestol;engcricht öffentlich hegen." —
„Wann befehlen Ew. Erlaucht?" fragte der Landrath.„Sobald als möglich, lieber Schlangenkron!" —
„Sehr wohl, gnädiger Herr! Die Anstalten erfordernjedoch einige Zeit; denn Ew. Erlaucht geruhen doch wohl,diese Feierlichkeit durch eine Proclamation in den Zeitun-gen vorher bekannt machen zu lassen?" —
„Ei, das versteht sich, mein guter Landrath! Ich willvor ganz Deutschland den Ruhm haben, daß ich das ersteregierende Haupt bin, das auf eine so genialische Art dieBevölkerung seiner Staaten befördert." —
Schlangenkron hatte gewonnenes Spiel. Das Hage-stolzengericht war auf den ehrlosen Kammcrhcrrn gemünzt,der sich außer den schon angeführten Ursachen diese Rachedadurch zuzog, daß er einst dem Grafen einige skandalöse