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Nnverfolgt kamen sie so in die Nähe der Residenz. Hierging der Kavallerist, um kein lächerliches Aufsehen zu erregen,wieder zu Fuß; aber dennoch lärmte ihnen schon von wei-tem der Spott des znsammenlaufenden Thierpöbels entge-gen. Die elendesten Wichte, denen der unglückliche Könignoch vor kurzer Zeit die größten Wohlthaten erwiesenhatte, rieben sich mit platten Späfscn an ihm. Andere,die nicht ganz so schlimm waren, wichen ihm schweigendaus, als ob er mit der Pest behaftet wäre. Nur Wa-cker, der doch vormals sein Widerpart gewesen war, be-grüßte ihn mit biedrer Freundlichkeit, und verwies denboshaften Witzlingen ihre ungezogene Schadenfreude.
„Lieber Wacker," — sprach Simpel in einem kläglichenTone — „ich danke herzlich für Euer Mitlcidcn; es rührtmich. Aber mit Kummer seh' ich mich von Andern gc-mißhandclt. Sagt mir doch, guter Freund, Hab' ich dennetwa ohne Wissen und Willen ein Verbrechen begangen?"
Kein anderes, lieber Herr, versetzte Wacker, als daßIhr nicht mehr im Stande scpd, diesem Gesindel zu Hel-sen oder zu schaden. — Denn Nobels Sohn befindet sichwieder hier und ist — König.
„Nun, dem Himmel sep Dank!" rief Simpel mit Freu-digkeit aus.
In diesem Augenblicke kam der edle junge Löwe, derdas Getümmel vernommen hatte, mit eilenden Schrittenherbei. Simpel sank zitternd vor ihm auf die Knie undstammelte: „Mein Herr undKönig, ich bitt'um Gnade!" —
Kühnherz befahl ihm aufzustchcn; allein der Astcrkönigblieb in seiner demüthigcn Stellung und fuhr fort: „Ichhabe mich hart wieder Ew. Hoheit vergangen; aber ichbin — so wunderbar das auch klingen mag — fast ganzohne Schuld. .Die Natur hat mich, leider! verwahrloset