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Viktor nahm sich die Freiheit zu bemerken, daß das armeKind von — Wachs sei. Eine Frau trug einen kleinenGlasschrank vor sich hängend, worin ein wächserner einge-windelter Engel schlief; sie bettelte, wie andere, gleichsamauf dieses Kind, und das Kleine ernährte sie besser, als wennes lebendig gewesen wäre. Die Fürstin verlangte die neueErscheinung herauf. Die Frau trat zitternd mit ihrem Mu-mienkästchen ein, und zog den kleinen Vorhang zurück. DieFürstin hing ein künstlerisch-trunkneS Auge an die schlafendeholde Gestalt, die (wie ihr Stoff von Wachs) aus Blu-men geboren und in Frühlingcn erzogen schien.. Jede Schön-heit drang tief in ihr Herz, daher liebte sie Klotildcn so sehrund viele Deutsche so wenig. Joachime hatte nur Ein Kindund Eine Schönheit lieb — und beides war sie selber. Viktorsagte, diese wächserne Mimik und Kopie des Lebens Hab' ihnvon jeher trübe gemacht, und er könne nicht einmal seineeigne Wachs-Nachbildung in St. Lüne ohne Schauder sehen.„Steht sie nicht in einem Ueberrock am Fenster des Pfarr-hauses?" fragte Joachime viel heiterer. „Nicht wahr,„fragt' er wieder, Sie dachten wol vor einigen Tagen, ich„war' cs selber?"— Aus ihrer Miene errieth er ihren bis-herigen Jrrthum, der vielleicht mit beigetragen hatte, siegegen ihn aufzubringen. Der Pater der Fürstin kam dazuund fügte — nach seiner Gewohnheit, zu huldigen — bei,er wcrd' ihn, um ihm das Sitzen zu ersparen, nächstensbloö nach seinem Wachsbild zeichnen. Der Pater war be-kanntlich ein guter Zeichner.
Ich lasse Begebenheiten, die weniger wichtig sind, un-erzählt liegen, und gehe fröhlich weiter.
Es war schon im März, wo die höhern Stände wegen