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ihn fortgeschickt hatte, um bei ihrer Mutter anzufragcn, werheute Abends zum Cercle komme: so sagte sie dem Medi-kus: „Sic wissen nicht, was ich meinte. Wir haben am„Hofe eine kranke Dame, die Ihre leibhafte Pastorstochter„ist — Und mein Bruder hat nicht so viel und nicht so„wenig Geist, um den Armenkatecheten zu machen." Viktorfuhr zurück, brach ab und ging ab.
Warum? Wie so? Weswegen? — Aber merkt mandenn nicht, daß die kranke Dame Klotildc sepn soll, dieMatzcnö seinen Annäherungen zur Schall- und SchußweitedcS Herzens zu entfliehen sucht? Ueberhaupt hatte Viktorwol gesehen, daß der Evangelist gegen Klotildcn bisher eineverbindlichere Nolle spielte, als er vor ihrem Einzuge insein Eskurial- und Raubschloß durchmachte; aber Viktorhatte diese Höflichkeit eben diesem Einquartircn zugcschrie-ben. Jetzo hingegen lag die Karte von dessen Plane auf-geschlagen da: er hatte einer gegen ihn gleichgültigen Persondarum mit dem Scheine der Verachtung (die er aber seinmehr auf ihren künftigen kleinen Kassenbestand, als auf ihreReize fallen ließ) absichtlich begegnet, um dadurch ihre Auf-merksamkeit — diese Thürnachbarin der Liebe — und nach-her durch den schnellen Wechsel mit Gefälligkeit noch mehrals diese Aufmerksamkeit zu gewinnen. O! du kannst nichtsgewinnen, ries in Viktor jeder Seufzer! Aber doch gab csihm Schmerzen, daß diese Edle, dieser Engel mit seinenFlügeln einen solchen Widersacher schlagen müsse. — Nunwurden ihm dreißig Dinge zugleich verdächtig, JoachimensEröffnung und Kälte, Matthieu's Lächeln und — alles.
So weit dieses Kapitel, dem ich nur noch einige reifeGedanken anhängc. Man sieht doch offenbar, daß der arme