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4 (1847) Hesperus oder 45 Hundsposttage : zweites Heftlein
Entstehung
Seite
208
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um bei ihr die schwelgende Klotilde für eine vollständigeNervenpazientin zu erklären. Er lachte selber innerlich überden Ausdruck und über die Aerzte und über ihreNcrvcnkuren und sagte: wie sonst die sranzöstschen Kö-nige bei ihren Heilanstalten gegen die Kropfe sagen mußten:der König berührt dich, aber Gott heilt dich," so solltendie Aerzte sagen: der Stadt- und Landphysikus greift diran den Puls, aber Gott macht die Kur. Hier indessengab er sie aus drei guten Absichten für eine Ncrvcnleidendeauö: erstlich um für sie die Aufhebung der Hof-Leibeigen-schaft, wenigstens die Befreiung vom genauen Hofdamen-Amt zu erlangen, weil in seinem Herzen immer der hincin-gcstochcne Splitter des Vorwurfs eiterte:du bist schuld,daß sie hier seyn muß" ferner um ihr die Erlaubnißder Land- und Frühlingluft, falls sie einmal darum nach-suchte, im Voraus auszuwirkcn endlich um sie von derbcfohlnen Achnlichkeit mit denen Damen zu erlösen, an derenbleifarbigen Gesichtern, wie an den Bleisoldaten der Kinder,sich das Rothe täglich abfärbt, so wie täglich ansetzt. Dasich aber Agnola selber schminkte, so mußt' er aus Höflich-keit eS beiden auf einmal verbieten, als Arzt. Die Fürstinuntersiegeltc alle seine Bittschriften recht gütig; nur überden Schmink-Artikel gab sie in Rücksicht ihrer selbst garkeine Resoluzion, und in Rücksicht Klotildens diese: sie habenichts dagegen, wenn sie bei ihr, ausgenommen an Courta-gen und im Schauspiel, ohne Roth erscheine; und von derAnwesenheit bei beiden sei sie gerne dispensirt, bis sie wiedergenesen sei.

Er konnte kaum den Abschied erwarten, um diesen Reichs-abschicd oder Schluß der geliebten Kranken zu bringen. Ihn