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scheu, als Umgang mit Personen, an denen man keinen An-thcil nehmen kann. Dieses Gastwirthlcben am Hofe, täglichLeute zu sehen, die nicht einmal Ich sagen, deren Verhält-nisse man so gleichgültig unkennt wie deren Talente, wennsie nicht ein Bedürfnis sucht — dieses Haschen nur nach demnächsten Augenblick — dieses Vorüberrcnncn der feinsten undgeistreichsten Fremden und Besuchameiscn, die in drei Tagenvergessen sind — alles dieses, was die Palläste zu russischenEispallästen macht, wo sogar der Ofen vollNaphtaflammeneine Eisscholle ist, wozu ich das komische Salz gar nichtzu setzen brauche, das ohnehin alles warme Blut, wieglau-bcrischeö das heiße Wasser, erkältet, alles dieses machte seinHerz öde, seine Tage kahl und lästig, seine Nächte beklom-men, sein Betragen zu kalt gegen Gute, zu duldend gegenSchlimme.
Noch dazu schwieg sein Emanuel und schloß, wie dieNatur, seine Blumen in sich ein. — Wen die Natur ernährtund erhebt, der ist im Winter nicht so gut als im Sommer.Die Erde hatte ihren Pudermantcl von Schnee um, und denganzen Tag die Nachtkleidung an, die Bäume hatten ihreKnospen in die Flocken-Papillotcn gewickelt, und die Aestcsahen wie Haarnadeln aus — Viktors Seele war wie dieNatur; o! der Himmel wärme bald in beiden die Blumendes Frühlings an!
Da die Krankheitgeschichte meines Viktor mich zu schmerz-haft an die versteckten Gifte im menschlichen Körper erin-nert: so soll sie bald zu Ende sepn. ES gefiel ihm, daß erdurch daS Herumflattcrn immer galanter und kälter gegenalle weibliche Personen wurde — das Seil der Liebe schnei-det weniger tief in den Busen ein, wenn es in Fäden und
Jean Paul'« ausgew. Werlc. IV. jg