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Aber für heute hatten solche Erschütterungen ti'cs in seinHerz hinein gerissen. Und da ihm Klotilde in einer einsamenSekunde sagte, daß die Pfarrcrin und Agathe über seinAußcnbleiben zürnten: so war er, dem sich bei diesen Namendie ganze bewölkte Vergangenheit wie ein Himmel aufthat,nicht im Stande, eine Antwort zu geben.
Als er nach Hause kam, redete Klotildens Stimme, dieer unter allen ihren Reizen am wenigsten vergessen konnte,unaufhörlich und wie das Echo eines Trauergcsangs in sei-ner Seele . . . Leser, wenn das, was du liebtest, lange ver-schwunden ist aus der Erde oder aus deiner Phantasie, sowird doch in Trauerstundcn die geliebte Stimme wiedcr-kommen und alle deine alten Thräncn mitbringen, und dastrostlose Herz, das sie vergossen hat! . . . Aber nicht blosihre Stimme, sondern alles drängte sich im Finstern um seinePhantasie, ihr bescheidenes Auge, das nicht hofmäßig blitzteund ertrotzte und suchte, wie der andern ihre, diese behut-same Feinheit, die ihm seit seinem Hosleben weder an ihr,noch an seinem Vater mehr zu groß vorkam — dazu setzeman noch das Bild Joachimcns und sein Chaos von Wider-sprüchen, und die Bemerkung, daß ein Mensch, den die ge-wissesten Beweise, ungeliebt zu scpn, beruhigt haben, dochbei einem neuen wieder leidet: so kennt man die Bewe-gungen, die der Schlaf, diese Mecrstille des Lebens, bei ihmstillen mußte. —
„Das war das letzte Fieberschauer," sagt' er am andernMorgen, und bauete auf sein fetziges Herz, dessen Entzün-dungen wie die der Vulkane täglich ihren Kessel mehr aus-brannten. Er gebot sich daher eine wöchentliche Flucht vorder zu thcucrn Seele, in der Absicht, daß der neue Nach-