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4 (1847) Hesperus oder 45 Hundsposttage : zweites Heftlein
Entstehung
Seite
175
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klugen dezenten Mikrologie und Maschinerie der Menschenist die Laune des Satirikers. Die moralische Verschlim-merung entspinnt sich zwar auö Geringfügigkeiten, abernicht die Besserung; Satanaö kriecht durch Jalousiclädcnund Sphinkter in uns, der gute Engel zieht durch dasHauptthor ein." Agnola belohnte heute unfern Heldenfür seine bisherige eS so treu meinende Beflissenheit mit einerWürmern Aufmerksamkeit, die in seinen Augen durch ihrenSchmuck sie trug den der vorigen Fürstin, ihren eignenund den vorigen mütterlichen und durch ihren ganzenPrachtanzug noch schöner wurde; denn er liebte Putz anWeibern und haßte ihn an Männern. Seine Achtung nahmdurch den Schmerz, daß sie Jenners eigennützige Absichtenbei seinen Besuchen (wegen der künftigen Klotilde) mit schö-ner« vermenge, und daß man es ihr doch nicht sagen könne,eine gerührte Wärme an. Wie kam'S, daß ihn dann Agnolaan Joachime erinnerte; daß diese der Ableiter der Achtungfür sene wurde; und daß alle liebende Gefühle, die ihm dieFürstin gab, zu Wünschen geriethen, Joachime möchte sieverdienen und empfangen?

Mit dieser Seele voll Sehnsucht fuhr er heute ohne Um-stände zu dieser Joachime zurück, in deren Hand er bekannt-lich eine kleine Wunde gelassen. Er sagte bei ihr:er müsseals Mörder und Medikus noch heute nach der Wunde sehen;"aber wie Sonnenschein siel ein schöner neuer Kummer aufJoachimens Angesicht wärmend in seine Seele. Er könnt' kaum erwarten, mit ihr auf den Balkon hinauszukommen,um darüber zu reden. Draußen machte er in wenig Minu-ten die Schnittwunde und die Dezemberkälte zum Vorwand,die Hand und den Schnitt in seine zu nehmen, um sie zu