der ganze Dezember verflossen, wäre nicht der erste Weih-nachttag gewesen.
An diesem, wo er hinter jedem Fenster lachende Ge-sichter und HeSperiden-Gärten sah, wollt' er auch fröhlichseyn, und flog unter den Kirchenmusiken in Joachimens Toi-lettenzimmer, um da sich selber eine Weihnachtfrcudc zumachen. Er bescheere ihr, sagte er, einen Flaschcnkeller ausLikören, ein ganzes Lager von Rataffia, weil er wisse, wieDamen tränken. Als er endlich seinen Lagerbaum vollFlaschen aus der — Tasche zog: war's eine elende kleineSchachtel voll Baumwolle, in der nette Fläschchen wohl-riechender Wasser, fast von der Länge der Zaunkönig-Eier,eingebettet standen. Das Niedliche freuet, wie das Prächtige,Mädchen allezeit. Joachimen hielt er eine lange Rede überdie Mäßigkeit ihres Geschlechts, das so wenig esse wie Kolibri,und so wenig trinke wie Adler — mit einigen Schaugcrichtcn undmit einem Flakon woll' er 5000 Mann weiblichen Geschlechtsspeisen, und cS sollte noch übrig bleiben — die Acrztc bemerkten,daß die, die den Hunger am längsten ertragen hätten, Wei-ber gewesen wären — sogar in Mittlern Ständen beständedie ganze Biencnflora, wovon diese Holden lebten, in einemFarbenbande, das sie als Scherpe oder Schleife umlegten,statt eines nährenden Umschlags und Suppentäfelchcns, undworan sie noch höchstens einen Liebhaber anmachten. Joa-chime zog unter der Lobrede eine Flasche heraus, weil siesie für wächsern hielt. Viktor, um sie zu widerlegen —oder auch sonst weswegen — drückte ihr sie stark in dieHand und zerdrückte sie glücklich. Ein Bcrghauptmann vonmeiner Denkart nähme das Zerbrechen einer Flasche, dieman auf keine Eymann'schen Gurken decken kann, schwerlich