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4 (1847) Hesperus oder 45 Hundsposttage : zweites Heftlein
Entstehung
Seite
169
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sie alles für Spott zu nehmen aber die ganze Nacht hin-durch hörte sic das Echo des menschenfreundlichen Menschen sogar als Spott hätt' ihr so viel Liede wohlgethandann krpstallisirten sich ihre vergangnen Blumen noch einmalim Fenster-Eis ihres fetzigen Winters dann war ihr,als würde sic heute erst unglücklich. Am Morgen schwiegsic gegen alle, und war bloS diensteifriger gegen Sebastian,aber nicht muthigcr; nur zuweilen fiel sie drunten dem Pro-visor, wenn er ihn lobte, mit den Worten, aber ohne wei-tere Erklärung, bei:man sollte sein eignes Herz in kleineStückchen zerschneiden und hingeben für den engländischenHerrn."

Arme Marie! sagt mein eignes Inneres dem Doktornach, und setzet noch dazu: vielleicht liest mich setzt geradeeine eben so Unglückliche, ein eben so Unglücklicher. Und mir ist,als müßt' ich ihnen, da ich die Trauerglockcn ihrer vergangnentrüben Stunden angezogen, auch einWort dcsTrostes schreiben.Ich weiß aber für den, der immer über neue klaffende Eisspaltendes Lebens schreiten muß, kein Mittel als meines: wirf so-gleich, wcnn's arg wird, alle mögliche Hoffnungen zumHenker, und ziehe dich verzichtend in dein Ich zurück, undfrage: wie nun, wenn'S Schlimmste auch gar käme, waswär's denn? Söhne deine Phantasie nie mit dem nächstenUnglück auS, sondern mit dem größten. Nichts löset mehrden Muth aus, als die warmen mit kalter Angst abwechseln-den Hoffnungen. Ist dieses Mittel dir zu heroisch: so suchefür deine Thränen ein Auge, das sie nachahmt, und eineStimme, die dich fraget, warum du so bist. Und denkenach: der Wiedcrhall des zweiten Lebens, die Stimme un-serer bescheidnen, schöner», frömmern Seele wird nur in