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4 (1847) Hesperus oder 45 Hundsposttage : zweites Heftlein
Entstehung
Seite
122
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Klotildens Eltern nahmen ihn mit so viel Verbindlich-keit auf d. h. mit so viel Höflichkeit deö Körpers, mit soviel Puderzucker auf scdcr Miene, mit so viel Violensprupauf jedem Wort kurz, er fand den Bericht, den Matthieuvon ihrer gefälligen Denkart für ihn an Flamin erstattethatte, so gegründet, daß er keine bessere Gelegenheit hätteauSsuchcn können als diese, um sie von der Verpflanzung ih-rer Tochter abzumahnen hätten sic ihm nicht zu dankenangefangen, daß er selber dieser Vcrpflanzer gewesen war.Sic hatten alles erfahren oder errathen, und dankten ihm fürseine Verwendung, der sie wahrscheinlich eigennützigere Ab-sichten liehen, als die Tochter that. ES wäre lächerlich ge-wesen, in Klotildens Gegenwart ihr selber Flachscnflngcn zuWiderrathen und das auözureden, wofür man ihm dankte;indeß versucht' er doch etwas. Er sagte zum Kammerherrn:seine Tochter verdiene mehr, einen Hof zu haben, als einenzu zieren; ja er verdiene bei der ganzen Sache höchstensEntschuldigung, da Klotilde gewiß den Umgang ihrer Elterndem Hofzwang vorziehe: in diesem Falle versprcch' er, denZciger bei dem Fürsten wieder zurückzustellen, und allesohne Nachtheil zu berichtigen." Der Vater hielt diese Aeu-ßerung für ein sonderbares Ablehnen des Dankes, die Stief-mutter für irgend eine Spitzbüberei, die Tochter für-Worte. Sie sagte ein wenig kurz:ich glaube, es war leicht,zwischen Ungehorsam und Abwesenheit zu wählen." Dennso unbiegsam sie für ihre Stiefmutter war, so willig kamsie den Winken ihres Vaters nach, den sie mit allen seinenSchwächen und als die einzige ihm auf der Erde gewogneSeele zärtlich liebte. Viktor ließ es endlich, obwol gezwun-gen, gut sepn; aber warum ergibt sich der Mensch schwerer