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4 (1847) Hesperus oder 45 Hundsposttage : zweites Heftlein
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etwas von unscrm Herzen wegstoße, und daß wie dasEis immer kleiner werde, je weiter eS schwimme im Stromeder Zeit sage nur nicht, daß die irrende Psyche, wennsic auch ihr zweites Selbst in ihrem Gefängniß höre, dochnie in seine Arme kommen könne Aber Du hast'sschon einmal gesagt:

In zwei Körpern stehen wie auf zwei Hügeln getrenntalle liebende Seelen der Erde, eine Wüste liegt zwischenihnen wie zwischen Sonnensystemen, sie sehen einander her-übersprcchen durch ferne Zeichen, sie hören endlich dieStimmen über die Hügel herüber aber sie berühren sichnie, und jede umschlingt nur ihren Gedanken. Und dochzerstäubt diese arme Liebe wie ein alter Leichnam, wenn siegezeigt wird; und ihre Flamme zerflattert wie eine Be-gräbnißlampc, wenn sie ausgeschlossen wird."

Sind wir denn alle nicht glücklich?

Bejah' es nicht! Ach der Mensch, der schon von derKindheit an nach einer unbekannten Seele rief, die mit sei-ner eignen in Einem Herzen aufwuchs die in alle Träumeseiner Jahre kam und darin von weitem schimmerte undnach dem Erwachen seine Thränen erregte die im Früh-ling ihm Nachtigallen schickte, damit er an sie denke undsich nach ihr sehne die in jeder weichen Stunde seineSeele besuchte, mit so viel Tugend, mit so viel Liebe, daßer so gern all' sein Blut in seinem Herzen wie in einerOpscrschale der Geliebten hingegeben hätte die aber achnirgends erschien, nur ihr Bild in jeder schönen Gestalt zu-sandte, aber ihr Herz ewig entrückte o endlich, oplötzlich, o selig schlägt ihr Herz an seinem Herzen, und diezwei Seelen umfassen sich auf immer er kann es