für einige gute Freunde; aber der Wachs-Viktor mußte so-gleich hinter eine spanische Wand getrieben werden, damit erden fleischernen nicht erschreckte. Der Empfang des letztenund das Jubelfest dabei braucht nicht lebhafter von mir be-schrieben zu werden, als daß ich sage: der MopS wurde fastertretcn, der Gimpel sprang umsonst nach seinem Frühstückherum, die Pfarrerin brachte in ihrer anblickenden Freudeauch dem Gaste keines, und die Kirche ging erst nach demDoppel-Uso von einer halben Stunde an; daher dicsesmalmehre Eingepfarrte als sonst betrunken hineinkamen.
Berauscht, aber von Freude, kam Viktor auch hinein.Es ist nichts angenehmeres, als eine Pfarrfrau zu seyn undzum Mann, wenn sie ihm das geistliche Bäffchcn umlegt,zu sagen: „mach' es heute länger, die Keule brät sonst nichtgahr." — Die häuslichen Kleinigkeiten ergötzten meinen Hel-den eben so sehr, als ihn die höfischen erzürnten.
Er ging mit dem Pfarrer und der Pfarrerin, die alleProzesse der Küche und Toilette summarisch und männlichabkürzte. Seine Duldung gegen die Fehler des geistlichenStandes hatte mit jeder vornehmen stift- und tafelfähigcnnichts gemein, welche aus höchster Verachtung entsteht, unddie einen christlichen Priester so leicht wie einen ägyptischenerträgt: sondern sie kam aus seiner Meinung, daß die Kir-chen noch die einzigen Sonntagschulcn und spartischen Schul-pforten des armen Volkes find, das seinen co»r8 cks moralsnicht beim Staate hören kann. Auch liebte er als Jüng-ling die Lieblinge seiner Kindheit.
Biele Prediger suchen den Quintilian, der schlechteGründe in Reden voran gestellet haben will, und den Ci-cero, der sie erst hintennach verlangt, zu vereinigen und