„und unsichtbar zu bleiben? Eine treue Freundin, die gar„nichts von den Damen Ihres Hofes an sich hat, nicht ein-„mal die Veränderlichkeit, wünschet Sie herzlich vor ihr„Auge und vor ihr Ohr — und diese Dame bin ich — und„wenn ich Sie kommen sehe, werde ich doch vor Freude„weinen, ich mag dabei lachen oder schmollen, wie ich will. L."
Wann erhielt er dieses Blatt voll Seele? Und welcheAntwort gab seine darauf? —
— Es war am schönsten Abend, der die Ankunft desschönsten Sonntagmorgens und des magischen Nachsommersansagte — er sah nach der Abendröthe, unter welcher Maien-thals Berge lagen, und sein Herz schlug ihm schwer — ersah nach der Morgcnröthe des Vollmonds, die über St. Lüneentglimmte, und seine Sehnsucht nach dorthin wurde unaus-sprechlich — — er dachte an Klotildc, deren Geburttag
morgen cinfiel, und ganz natürlich ging er heute-blos
zu Bette.
19. Hundöposttag.
Der Frisör, der nicht lungcn-, sondern singsnchtig ist — Klo-tildc in Viktors Traum — Ertrazcilcn über die Kirchenmu-sik — Gartcnkonzert von Stamitz — Zank zwischen Vik-tor und Flamin — das Herz ohne Trost — Brief an Ema-nucl.
^)cr Oktober-Sonntag, womit ich diesen Posttag vollmache, war schon um 9 7 , Morgens ein so freudiger glänzen-