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berreim nicht verachten. Eine solche glückliche robuste See-len-Natur, worin man weniger seinen Geist erhöhen willals seinen Pacht, macht es freilich begreiflich, wie eö Schutz-pocken geben kann, vermittelst deren der Flachsenstnger allein(wie Sokrates) in der Pest der Empfindsamkeit unangefoch-ten hcrumwandelte. Der volle Mond machte bei ihnen volleKrebse, aber keine volle Herzen, und das, was ste darinpflanzten, damit er den Wachsthum begünstigte, war nichtLiebe, sondern — Kohlrüben. Der ächte Klein-Wiener zieltnach viel nähern Schießscheiben, als nach dieser weißen dro-ben. Geheirathct wird da mit wahrer Lust, ohne daß mansich vorher todtgcschosscn oder tvdtgcseuszet — man kenntkeine Hindernisse der Liebe, als kirchliche — die weiblicheTugend ist eine Gürtelschnalle, die so lange halten soll, alsder Geschlcchtname der Tochter — die Herzen der Töchtersind da wie Briefumschläge, die sich, wenn ste einmal aneinen Herrn übcrschrieben waren, leicht umstülpen lassen, da-mit man darauf die Aufschrift an einen andern Menschenmache — die Mädchen lieben da nicht auö Koketterie, son-dern aus Einfalt allen Teufel, ausgenommen arme Teufel...
Kurz, mein Korrespondent, von dem ich alles habe, istfast parteiisch für Klein-Wien eingenommen, und widersprichtdaher heftig dem Verfasser des reisenden Franzosen,der irgendwo gesagt haben soll — hätt' ich ihn im Hause,so wüßt' ich, wie eigentlich Klein-Wien heiße — daß derFlachsenstnger wenigstens zum Räuber nicht Kraft genugbesitze. Kues aber sagt, er wolle hoffen, daß sie schon ge-stohlen haben, und stützt sich auf die, die man aufgehangen.
Ende des flüchtigen Ertrablättchcns, worin dernärrische Charakter der Flachsenfingcr skizzirct