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4 (1847) Hesperus oder 45 Hundsposttage : zweites Heftlein
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öfter sehen wollten und dem Stiefvater kostete cs auchnur ein Wort bei der Fürstin, um seine und die fremde Bittegewährt zu finden . . . Klotildc wurde Hofdame.

Sogleich darauf drang der Minister von Schlcuneö imGlückwunschschreiben den Viertelö-Flügel seines Hauses Klo-tildenö Eltern auf, und war in der Epistel froh,daß einehöhere Bitte die seinigc mit so vielem Erfolge wieder-holet hätte." Ich stelle diesen Edeln allen Wcltlcutenzum Muster auf; wicwol sich fetzt alles im moralischenSinne, wie die Wiener im heraldischen, edel schreibt.

Viktor, der mit seinen Seelcnaugen den ganzen Tag demKammerherrn ins Fenster guckte, konnte es kaum erwarten,Klotildc erstlich in St. Lüne zu scheu, und zweitens am Hofe.Er verschob den Besuch von Tag zu Tag und machte ihnvon Nacht zu Nacht im Traume. Nicht einmal die Besuch-karte seinen Brief an den Pfarrer hatt' er sortge-schickt: er wollt' ihn nicht nur selber bringen, sondern auchgar unterschlagen. Aber diesen letzten Gedanken den Briefzu unterdrücken, weil ctwan Klotildc diese boshafte Kondui-tcnliste der Höfe in die Hände und daraus Widerwillengegen das neue Amt bekommen könnte schleuderte er, wiePaulus die Schlange, sogleich aus seiner Seele hinaus: wehedem Herzen, das nicht aufrichtig ist gegen ein aufrichtiges,nicht groß gegen ein großes und warm gegen ein warmes,da es schon alles dieses seyn müßte gegen eines, das nichtsvon allem diesem wäre!

Ucbrigcns bedurft' er eines solchen Besuchs und einessolchen Gegenbesuchs täglich stärker; denn er war nicht glück-lich : daran war außer ihm schuld 1) der Fürst, 2) Flamin,3) neun tausend und sieben und dreißig Personen. Der Fürst