Daß Ew. den Landlcutcn auflegen möchten, Nachtsin ihren warmen Betten zu bleiben, wie tausend guteChristen thun, und das Wild selber am Tage.
Dadurch würde — getrauete sich die Obristsägermeistereizu versprechen — den Landleuten und Hirschen zugleich unterdie Arme gegriffen — letzte könnten alsdann ruhig, wieTagvieh, die Felder abweiden, und würden doch dem Land-mann die Nachlese, indem sie mit der Verlese zufrieden wä-ren, lassen. — Das Landvolk wäre vvü den Krankheiten,die aus den Nachtwachen kämen, von Erkältungen und Er-müdungen glücklicher Weise befreiet. Der größte Vortheilaber wäre der, daß, da bisher Bauern über die Jagdsroh-ncn murrten (und nicht ganz mit Unrecht), weil sie darüberdie Zeit der Ernte versäumten, daß alsdann die Hirsche anihrer Statt die Ernte in der Nacht übernähmen, wie sichin der Schweiz die Jünglinge für die Mädchen, die sieliebten, Nachts dem Getraide-Schneiden unterzögen, damitdiese, wenn sie am Morgen zur Arbeit kommen, keine finden— und so würden die Jagdfrohnen in den Ernten niemandmehr stören, als höchstens das — Wild re."
Was ist aber vom Konststorialsportulboten Viktor zu erzäh-len?—Dieser kirchliche Hebbedienter setzte allePsarrherren durchseinen Spaß und allePfarrfrauen durch seine Gewandtheit in Er-staunen, und blos sein Blech und seine Papiere konnten dieAecht-heit eines solchen BoteneremplarS hinlänglich verbürgen. Erkasstrte alles ein, was der Konststorialsekrctär liquidirt hatte,und entschuldigte sich damit, daß es weder ihm, noch dem Se-kretär in diesem Falle zukäme, gewissenhaft zu seyn. In seinerkurzen Amtführung sackte er ohne Scham ein alle rückstän-dige Ehepfänder vom geringsten Werth — wir im Kvllegio,