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Ein Jüngling, in dessen Brnst die Nachtstücke vonMaicnthal nnd St. Lüne hängen — oder einer, der auseinem Baddörfchcn anlangt — oder einer, der vorhat, sichzn verlieben - oder einer, der in großen Städten oder inihren großen Zirkeln ein müßiger Zuschauer seyn muß,jeder von diesen ist schon sür sich auch ein mißvergnügterdarin, nnd stoßet in seine kritische Pfeife so lange gegen diespielende Gesellschaft, bis sie ihn selber — anwirbt. Kom-men aber alle diese Ursachen gar in einem einzigen Men-schen zusammen: so weiß er gegen seine Gallenblase keinenRath und keinen Gallengang, als daß er feines Papiernimmt und an die Epmannischen in St. Lüne einen ver-dammt spöttischen Brief über das Gesehene abläßt.
Mein Held ließ folgenden an den Pfarrer ab:
„Mein lieber Herr Adoptiv-Vater!
— Ich hatte bisher nicht so viel Zeit übrig, um dieAugen ausznheben und zn sehen, was wir sür einen Mondhaben. Wahrhaftig, einem Hofe sehlt's zur Tugend schon— an Zeit. Der Fürst führt mich überall wie ein Riech-fläschchen bei sich und zeigt seinen närrischen Doktor vor.Mich werden sie bald nicht auöstehen können, nicht weil ichetwan etwas tauge — ich bin vielmehr fest versichert, sieertrügen den tugendhaftesten Mann von der Welt eben sogut wie den schlimmsten, und das blos weil er ein Angli-zismus, ein Iiomiiik! ckll Uaittaisie, ein Naturspicl wäre —sondern weil ich nicht genug rede. Geschäftleute bekümmernsich um keinen Gespräch- und keinen Bricfstpl; aber beiHoflcuten ist die Zunge die Pulsader ihres welken Lebens,die Spiral- und Schwungfeder ihrer Seelen; alle sind ge-