cr jetzt am Faden der Rede sich wie eine Spinne hinauf-und hinablasscn konnte und nicht mehr zu stören war durchdie Fürstin, die nach gekommen war, um die entzündetenAugen in der Nacht abzukühlcn — und da man nur dannklagt, Langweile zu empfinden, wenn man blos selber einemacht — und da ich alles dieses hersetze: so thu' ich (glaub'ich) einem Rezensenten genug, der hinter dem Kutschkastendes Fürsten steht, und nachsinnt und wissen will, woran ersich (außer den Lakaicnriemen) zu halten habe, wenn vorihm Viktor im Wagen während des Heimsahrcns des Mi-nisters Hauö nicht zum Teufel wünscht, sondern zufriednerdenkt: meinetwegen! — Dem Fürsten schlug der UmgangViktors so gut zu, daß cr sich verstellte, er könne ihn sowenig wie ein Stistfräulein das Ordcnzeichen außer Hausevom Leibe thun. Er stürzte allezeit den Ordenkelch undWillkommen des warmen Sprudels einer neuen Freundschaftso unmäßig hinein, wie ein Gast in Karlsbad den seinen.Wenn er Langweile hatte, wurde der Medikus ersucht, zukommen, damit sie wiche; wenn er innern Jubel spürte,wurde jener wieder angcfleht, zu erscheinen, damit er denJubel mitgenösse. Nur die Zeit, wo Jenner weder Lange-weile noch das Gegentheil empfand, blieb seinem Freundeganz zu freier Verwendung. Viktor hatte vorher geschworen,leicht abzuschlagen, und auf die Leute losgezogen, die bewil-ligten; jetzt sagt' cr aber: „der Teufel sage Nein! ES
„komm' nur ein Mensch erst in die Lage!"-Und so
mußte der arme Viktor lauter leere Kreise voll Schwindelim Hof-Zirkel des Thrones beschreiben, unter Menschen, fürderen Ton er leichter ein Ohr als eine Zunge hatte, unddie er errathen und doch nicht gewinnen konnte.