„meine fatale, verdammte, dumme Weise nicht merkst" . . .„Welche denn?" — „Ja wol, welche; aber die heutige mein'„ich, daß mir die Augen überlaufen — du darfst es kühn„blos einem zu matten Thränenheber beimessen, worunter„Petit alle eiusaugenden Thränenwege befaßt — wenn mir„z. B. einer Unrecht thut, oder wenn ich nur etwas stark be-„gehre, oder mir eine nahe Freude, oder nur überhaupt eine„starke Empfindung, oder das menschliche Leben denke, oder„das bloße Weinen selber."-
Sein gutes Auge stand voll Wasser, da er's sagte, undrechtfertigte alles.
„Lieber Flamin, ich wollte, ich wäre eine Dame gewor-den, oder ein Herrnhuter, oder ein Komödiant — wahrlich,„wenn ich den Zuschauern weißmachen wollte, ich wäre dar-„über (nämlich über dem Weinen), so wär' es noch dazu auf„der Stelle wahr." —
Und hier legt' er sich sanft und froh mit Thränen, dieentschuldigt flössen, um die geliebte Brust. . . . Aber zurVipern- und Eiscnkur seiner Männlichkeit hatt' er nichts alsein „Hm!" und einen Zuck des ganzen Körpers Vonnöthen:darauf kehrten die Jünglinge als Männer in die Laubezurück.
Es war nichts mehr darin: die Mädchen waren in dieWiesen geschlichen, wo nichts zu meiden war, als hohes Grasund bethauter Schatten. Die leere Laube war der beste ein-saugende Thränenheber seiner Augen; sa ich schließe aus Be-richten des Korrespondenz-Spitzes, daß es ihn verdroß. Dadie Schwester spät allein wicderkam: so verdroß es den an-dern auch. Uebcrhaupt, sollte sich etwa der Held — welchesfür mich und ihn ein Unglück wäre — mit der Zeit gar in