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5 (1847) Franz und Rosalie. Magister Zimpels Brautfahrt
Entstehung
Seite
456
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haben sie ganz umgekehrt. Sonst war das Mädel wieein Husar; jetzt pimpelts, wenn nur ein rauhes Lüftchenweht. (Sie nimmt einen Beutel ans der Tasche und liesteinen daran gebundenen Zettel.)Zweitausend Thaler Pacht-geld in Louisd'ors für den Herrn von Selbitz." Da Hab'ich dich, liebes Bcutelchen; doch du wirst vergraben, bisich weiß, wo mein Mann ist. Hat mich Gott zur Wittwegemacht, so muß mir der Lieutenant etwas erlassen.Ach mein Mann! mein armer Mann! Morgen mit demfrühsten will ich ausgehen und ihn auf allen Wegen undStegen suchen. Aber Gott weiß, wo er liegt und modert.Das Deckelglas das Deckelglas

Zwölfter Auftritt.

Heinrich (in Klridcrn des Pachters, mit todtenbleichem,etwas verhülltem Gesicht). PachteriN.

Heinrich (mit dumpfer Stimme). Frau!

Pachter in (schrickt zusammen). Wer ist da?

Heinrich. Der Geist deines armen, von Straßen-rändern gemordeten Mannes.

Pachterin (will flieh», sinkt aber entkräftet auf dieBank). Ach Gott!

Heinrich. Du störst mich in meiner Todtenruhe,weil du dem rechtschaffnen Sohn unsres verstorbenen Herrnsein Eigenthum zurück hältst.

Pachterin (mit matter Stimme). Gott erbarme sichmeiner!

Heinrich. Ich gebiete dir, ihm unverzüglich seinezweitausend Thaler zu geben, wenn du nicht noch heutesterben und die Martern der Hölle fühlen willst.

Pachterin (wird ohnmächtig).