mein Mann hat die Schlüssel zum Gcldschrank mitgenom-men.
Lieutenant. So lassen wir ihn aufschlagen.
Pachterin. Ach! das hülfe nichts; denn jetzt besinn'ich mich, daß er das Geld Jemanden aufznhcbcn gegeben hat.
Lieutenant. So wollen wir's holen.
Pachter in. Wenn ich nur wüßte, bei wem —
Lieutenant. Ich sehe wohl, Frau Pachterin, daßSie lauter Ausflüchte suchen. Hüten Sie sich, daß nichtder Geist Ihres wahrscheinlicher Weise verunglückten Man-nes Ihnen erscheint und Sie dafür straft.
Pachtern«. Machen Sie mir armen Frau nicht soAngst! Ich will ja thun, was ich kann; nur heute weißich keinen Rath. Haben Sie doch die Gnade bis mor-gen -
Lieutenant. So lange kann ich hier nicht warten.Doch damit Sie sehen, wie gut ich gegen Sie denke, sowill ich heute nicht weiter in Sie dringen, sondern dasGeld morgen durch meinen Bedienten abholcn lassen.
Pachterin. Durch Ihren Bedienten? Kann mandem Menschen —
Lieutenant. Sie können ihm ganz trauen, wenn erIhnen diese von mir unterschriebenen und besiegelten Quit-tungen einhändiget. (Sr zeigt sie ihr.) Nun aber keineWinkelzöge weiter! Leben Sie wohl. (Geht ab.)
Pachterin. Glückliche Reise, gnädiger Herr!
(Geht inS Haus.)