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5 (1847) Franz und Rosalie. Magister Zimpels Brautfahrt
Entstehung
Seite
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helsen, liebes Lottchen. Unsere Herren Papachen befindensich wohl.

Lottchen. Im Grab' ist's freilich gut. Ich be-greif' aber gar nicht, wie Sie so hintereinander lachenund weinen können.

Lieutenant. Soll ich mir denn über ein Paar Leute,die wahrscheinlich jetzt eine Flasche Wein zusammen aus-siechen, die Haar' ausraufen? Kurz, mein Vater lebtnoch

Lottchen. Und meiner?

Lieutenant. Ist vermuthlich in Birkendorf.

Lottchen. Sie haben ihn aber ja dort nicht gesehen.

Lieutenant. Ganz natürlich, weil ich nicht von Bic-kendorf, sondern vom Negimente komme.

Lottchen. Was Sie mich nun umsonst und um nichtserschreckt haben! (Schnu-ll-nd.) Das ist nicht hübschWarum gehen Sie aber in Trauer?

Lieutenant. Sieh, liebes Mädchen, dieser Flor istein Netz, womit ich dich und etliche Tausend Thalcr san-gen will.

Lottchen. Mich?

Lieutenant. Djch, dich. Du wirst dich wohl fan-gen lassen? Oder liebst du mich nicht mehr?

Lottchen (seufzend). So möcht ich fragen. Soldaten-liebe

Lieutenant. Ist treu bis in den Tod.

Lottchen. Ja, ja man kennt sie. Ein andres Städt-chen, ein andres Mädchen.

Lieutenant. Denke besser von deinem Karl, der dichfeuriger, als je liebt. Ich habe zwar seit unserer Tren-nung manches reizende Mädchen gesehen, aber dich, meineGute, keinen Augenblick vergessen.