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5 (1847) Franz und Rosalie. Magister Zimpels Brautfahrt
Entstehung
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417
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Siebenter Auftritt.

Simpel. Hernach ThvMs.

Simpel (ihm uachschend). Was er auch langsam geht;wie der Bauer, wenn er in den Thurm kriechen soll. Ichkann's kaum erwarten, bis er wieder da ist.

Thoms (in von Simpels Kleide, kommt auf LuisensHans zi».

Simpel (ihn sehend, vor sich). Blitz! da muß auchder Henker gleich meinen Bruder herführen. (Laut.) GutenAbend, gnädiger Herr Bruder!

Thoms. Ei! verirt die Leute nicht auf der Gasse.

Simpel (vor sich.) Das ist nicht mein Bruder, abersein Rock. (Laut.) Hört, Landsmann, was macht Ihr mitdem Kleide?

Thoms. Ich trag's, und wen schiert das was?

Simpel. Mich, guter Freund, mich. Wer scpd Ihr?

Thoms. Ein Bote.

Simpel. Und tragt ein solches Kleid? Das geht mitKräutern zu. Kurz, Herr Patron, das Kleid gehört mei-nem Bruder, und mir schwant'S, daß Ihr ihn todt ge-schlagen und ausgeschält habt. (Bor sich.) Ach, wenn'sdoch wahr wäre! (Laut.) Gesteht, habt Ihr das gethan.

Thoms. Ach Gott! wie können Sie nur so etwasdenken?

Simpel. Gesteht, gesteht! Wenn Ihr läugnen thut,laß' ich Euch hängen und rädern: gesteht Ihr aber, sosoll's gar nichts zu bedeuten haben, und ich will Eucheinen Gulden obendrein geben.

Thoms (vor sich.) Hm! unter der Bedingung kann ichdem Einfaltspinsel gestehn, was er verlangt.

Langbein'S sämmll. Schr. IX. Bk.

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