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5 (1847) Franz und Rosalie. Magister Zimpels Brautfahrt
Entstehung
Seite
415
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v. Simpel. Meine Reisepistolchen.

Anne. Nicht wahr, wenn du, Schnapphahn, in hohleWege reifst und ehrlichen Leuten auflauerst? SehenSic, Herr Stockmeistcr, Hab' ichs nicht gesagt? O meinThoms! mein Thoms!

Stockin ei ster. Ruhe! Nun gewinnt die Sache frei-lich eine andere Gestalt, und es muß mit der Inquisitionverfahren werden. Kerl, Ihr sepd mein Arrestant. Wache,führt ihn ab!

Anne. Ich will mit, und nicht von der Stelle gehn,bis ich weiß, wo mein Thoms ist.

v. Simpel. Oh, oh, oh! (Wird adgcfül,rt und Allefolgen).

Sechster Auftritt.

Simpel. Schnapp (kommen von einer andern Seiteder Gasse und gehe» auf Luisens Haus zu).

Simpel. Also das ist das Haus?

Schnapp. Ja, was soll aber werden?

Simpel. Ich will mit der Mamsell ein bissel schna-cken und ihr schönes, butterweiches Patschchen küssen. DieDorfmädel haben dagegen Fäuste wie Baumrinde, wieReibeisen

Schnapp. Und Sie haben Einfälle, wie ein altesHaus, nehmen Sic mir's nicht übel. Ein Besuch um dieseZeit bei einer Dame, die man noch nicht genau kennt,schickt sich nicht. Alles hat seine Zeit.

Simpel. Sie wird's gewiß nicht krumm nehmen, dennich schien ihr hübsch zu gefallen. Sie that so freundlich,