Druckschrift 
5 (1847) Franz und Rosalie. Magister Zimpels Brautfahrt
Entstehung
Seite
401
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Luise. Ihre Dienerin.Simpel (geht ob).

Zehnter Auftritt.

Luise» v. Simpel»

v. Simpel. Der Werth Ihrer Tugend und Schön-heit

Luise (reibt sich frostig die Hönde). Huh! Ihr HerrBruder hat recht, es ist grimmig kalt.

v. Simpel. Ja, in der That. Doch ich wollte sa-gen, daß der Werth Ihrer Tugend und Schönheit schonlange mein Herz

Luise. Meinten Sie wohl, daß sich hier ein Kaminanbringen ließe?

».Simpel. Ganz vortrefflich. Wollen Sie mir abererlauben

Luise. Wollen Sie aber nicht so weit ausholen?

v. Simpel. Nein, ich will gleich auf den Hauptpunktkommen. Gleichwie ein Mann

Luise. Nun endlich gar ein Gleichniß! Dieses Zim-mer, Herr von Simpel, ist gebaut für ehrliche Leute, dieihr Anbringen kurz und schlicht abthun, und dann wiedergehn. Hier ist nicht Zeit und Ort zu weitschichtigen Ein-gängen, Bildern und andern Nednerblumen. Wenn Siemir etwas zu sagen haben, so kramen Sie aus!

v. Simpel. Mamsell belieben wohl gar durch diesenAusdruck auf meinen vorigen Stand zu sticheln? Ich binkein Krämer mehr.

Loiigbein'L sömmtl. Schr. IX. Bd.

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