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5 (1847) Franz und Rosalie. Magister Zimpels Brautfahrt
Entstehung
Seite
400
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Simpel. Wie sind denn die Pflaumen hier gerathen?Bei uns gabs viel Zeugs; aber der Tcutschel weiß, Sicwurden gar nicht süß, lösten sich nicht vom Kerne.

Luise. Die Obstweiber unter meinem Fenster führtendie nämlichen Klagen.

».Simpel. O verzeihen Sie, meine Thcuerstc, daßSie mein Bruder mit solchem Geschwätz heimsucht. Las-sen Sie uns etwas Interessanteres sprechen. Haben Sieschon in den Zeitungen gelesen, was die Königin vonFrankreich jetzt für eine neue Art von Band trägt?

Luise. Nein; und ich muß auch gestehen, daß michdas weniger, als Ihres Herrn Bruders Pflaumennach-richten interessirt. ,

Simpel (bezeugt hinter feines Bruders Nucken Freude).Ja, mit Pflaumen nähren sich Menschen und Vieh

Luise. Aber mit Bändern nicht. Sie haben vollkom-men Recht.

Simpel (schmunzelt).

v. Simpel. Es regiert heute ein unglückliches Ge-stirn, daß ich nichts, Ihres Beifalls würdig, sprechen kann.

Luise. Die armen Sterne sind wirklich nicht Schuld.

».Simpel. Ich wünsche Ihnen einige Worte ohneZeugen zu sagen.

Luise. So? Nun ich kann doch wohl den gegen-wärtigen Zeugen nicht abtrctcn heißen.

v. Simpel. Er wird sich für dießmal wieder beur-lauben; nächstens aber

Luise. Wie es beliebt.

v. Simpel (leinen Bruder anstoßend, halblaut». NimmAbschied!

Simpel (bückt sich, wie anfangs). Eins, zwei, drei.Empfehle mich.