Spargut. Ah! Lust! — Ihre Freundschaft ist allzuthätig.
Sprosser. Dich bitte — nichts als eine schwacheErwiederung der Ihrigen.
Spargut. Man dient gern, wenn man kann. Aberdie Zeiten werden gar zu schwer, und meine Kasse istsetzt so erschöpft, daß ich genothdrungen bin —
Sprosser. Um Rückzahlung der mir geliehenen zwei-tausend Thaler zu bitten? Nicht wahr?
Spargut (vor sich). Uh! er verrechnet sich um acht-zehnhundcrt Thaler; das ist ein Fang! (Laut.) Ja, wennes dieselben nicht übel deuten wollten.
Sprosser. Nein, gar nicht. — Doch wie ist mir denn?Bin ich Ihnen wirklich volle zweitausend Thaler schuldig?
Spar gut. Wie ich nicht anders weiß.
Sprosser. Besinnen Sie sich doch. Ihr Gedächtnißist vielleicht eingeschlafen; wir wollen's aufrütteln.
(Packr ihn bei der Brust und schüttelt ihn.)
Spar gut. Ach ja, ich besinne mich, es sind nureintausend Thaler.
Sprosser. Ihre Memorie scheint immer noch schlaf-trunken. (Schüttelt ihn stärker.)
Spargut. Halten Sic, halten Sie! Nun fällt mir'sein: Es sind nur zweihundert Thaler. Bitte sehr umVergebung.
Sprosser. Sie haben eine verdammte Schlafmüßevon Gedächtniß. Nun endlich hats sich's völlig ermun-tert. Ja, zweihundert Thaler bin ich Ihnen schuldig unddie sollen Sie gleich haben. Kommen Sie! Das Aufzäh-len möchte hier zu viel Lärm machen; ich habe etwasgrobe Münzsorten. (Zeigt ihm den Siock und zieht ihn NMKragen fort.)