Druckschrift 
5 (1847) Franz und Rosalie. Magister Zimpels Brautfahrt
Entstehung
Seite
392
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Spargut. Ah! Lust! Ihre Freundschaft ist allzuthätig.

Sprosser. Dich bitte nichts als eine schwacheErwiederung der Ihrigen.

Spargut. Man dient gern, wenn man kann. Aberdie Zeiten werden gar zu schwer, und meine Kasse istsetzt so erschöpft, daß ich genothdrungen bin

Sprosser. Um Rückzahlung der mir geliehenen zwei-tausend Thaler zu bitten? Nicht wahr?

Spargut (vor sich). Uh! er verrechnet sich um acht-zehnhundcrt Thaler; das ist ein Fang! (Laut.) Ja, wennes dieselben nicht übel deuten wollten.

Sprosser. Nein, gar nicht. Doch wie ist mir denn?Bin ich Ihnen wirklich volle zweitausend Thaler schuldig?

Spar gut. Wie ich nicht anders weiß.

Sprosser. Besinnen Sie sich doch. Ihr Gedächtnißist vielleicht eingeschlafen; wir wollen's aufrütteln.

(Packr ihn bei der Brust und schüttelt ihn.)

Spar gut. Ach ja, ich besinne mich, es sind nureintausend Thaler.

Sprosser. Ihre Memorie scheint immer noch schlaf-trunken. (Schüttelt ihn stärker.)

Spargut. Halten Sic, halten Sie! Nun fällt mir'sein: Es sind nur zweihundert Thaler. Bitte sehr umVergebung.

Sprosser. Sie haben eine verdammte Schlafmüßevon Gedächtniß. Nun endlich hats sich's völlig ermun-tert. Ja, zweihundert Thaler bin ich Ihnen schuldig unddie sollen Sie gleich haben. Kommen Sie! Das Aufzäh-len möchte hier zu viel Lärm machen; ich habe etwasgrobe Münzsorten. (Zeigt ihm den Siock und zieht ihn NMKragen fort.)