Druckschrift 
5 (1847) Franz und Rosalie. Magister Zimpels Brautfahrt
Entstehung
Seite
386
Einzelbild herunterladen
 

dem Concepte! so sag'ich/ wäre es besser, deßhalb miteinem guten sichern Hause in Compagnie zu treten.

Luise. Sic sprechen nur immer von Hand und Ver-mögen; wo bleibt denn das Herz?

Spar gut. Ach! das folgt nach.

Luise. Mein's ist nicht so folgsam.

Spargut. Wird sich schon geben, wird sich schon ge-ben. Nun, mein Goldpüppchcn, komm' ich mit einer Ge-wiffensfrage: (Rückt nah' au Luisen.)

Luise (rücke weiter).

Spargut. Sollte sich wohl die Firma: Luise Buchauund (ihr zu Füßen fallend) Tobias Spargut übel aus-nehme»?

Luise (springt mit Gelächter vom Stuhl. auf). TrefflicheFirma!

Spargut (mit emporgeftreckten Armen vor Luisens Stuhleknieend). Darf ich hoffen? Ich verzweifle, mein Verstandmacht Bankerott, wenn Sie mich nicht erhören.

Luise (fartlachcnd). Stehn Sic nur auf! Sie könnendoch das Jawort nicht gleich verlangen. Einige Bedenk-zeit müssen Sie mir lassen.

Spargut (freudig aufiiehend). Ja, ja. Wie lange?

Luise. So zehn bis zwölf Jahre.

Spargut. Tage, Tage werden Sie meinen, kleinerSpaßvogel; und die sollen Sie haben.

Luise. Nun mein Geld!

Spargut. Gleich, gleich. (Nimmt eiu Goldstück ausdem Beutel.) Sehen Sie einmal das schöne Gäulchcn imgestreckten Galopp, mit goldner fliegender Mähne. Vondiesem Schlage Hab' ich hundert, und alle stehen zu Dienste;doch, süßes Kind, nach keiner andern Zählmethode, alsso! (Nimmt das Goldstück in den Mund und will Luisen küssen.)