v. Simpel. Du hörst's ja. Sie haben die größtenDichter, die je gelebt haben und leben werden.
Simpel. Das soll'S erste sepn, was ich unserm Ver-walter schreiben thue.
v. Simpel. Hab' ich dir denn schon gesagt, daß ichmich nach meiner Zurückkunft vermählen wcrd»?
Simpel. Nicht ein Sterbenswörtchen. Mit wem denn?v. Simpel. Mit Mamsell Buchau. Es ist schon sogut, als richtig. Sie hat zwar mehr Freier; cs sind aberlauter bürgerliche Schächer, über die mein Adel leicht siegenwird. Die Gelegenheit, gnädige Frau zu werden, hat einFrauenzimmer nicht alle Tage.
Simpel. Da hast du Recht. Ei! wie freu' ich michauf die Hochzeitkuchen und aufs Strumpfbänderabnehmen!
v. Simpel. Zieh' dich alsdann hübsch ordentlich an.Du sollst meiner Braut dein Compliment machen.Simpel. Wie stell' ich mich dabei an?v. Simpel. Je nun, du machst zwei bis drei Ver-beugungen — oder in deiner Dorfsprache Scharrfüßc —und küssest ihr dann die Hand. (Schnapp kömmt zurück.).Hör' Er, Schnapp, zeig' Er doch alsdann meinem Bru-der, wie er sich bei einer zuugen Dame benehmen soll.
Schnapp. Das Benehmen bei jungen Damen ist man-cherlei, gnädiger Herr.
v. Simpel. Alter Schäker! Ich mepne beim Eintrittins Besuchzimmer. Zeig' Er ihm drei Complimente unddie Manier des Handkusses.
Schnapp. Nun versteh' ich.v. Simpel. In einer halben Stunde holl ich dich ab,Bruder.
(Geht ab.)