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5 (1847) Franz und Rosalie. Magister Zimpels Brautfahrt
Entstehung
Seite
352
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Röschen. Solche Sparsamkeitsprediger sind das Un-glück der Wirthshäuser.

War nick. Bei mir spricht er zwar in den Wind;weil ich aber von ihm zu erben hoffe

Röschen. Aha!

Warn ick. Muß ich thun, als ob ich den Honig derWeisheit, der von seinen Lippen traust, gierig einschluckte.

Röschen- Sie wären mir ein lieber Vetter.

War nick. Und du mir ein liebes Mühmchen. DochScherz bei Seite! Mein Onkel darf durchaus nicht wissen,daß ich manches Thälcrchen hier verspiel' und verpunsche.

Röschen. Ich wcrd's ihm gewiß nicht sagen.

Warntck. Nicht einmal deine Augen dürfen verra-thcn, daß sie mich jemals gesehen haben.

Röschen. Lassen Sie das Ihre kleinste Sorge sepn.Wir Mädchen haben nichts so sehr in unserer Gewalt, alsdie Augen. Ich will Sie begucken, wie ein Thier ausder neuen Welt.

War nick. Du bist ein pfiffiges Ding, das weiß ichschon.

Röschen. Was will aber eigentlich der Herr Onkelhier?

Warnick. Er ist nebenan auf der Accise im Verhör,weil er sich bei einem verbotenen Waareneinschleif hat fan-gen lassen.

Röschen. Das gönn' ich ihm.

Warn ick. Ich mußt' ihn begleiten, und dann befahler mir, seine Rückkunft hier zu erwarten.

Röschen. Machten Sie denn keine Einwendungen?

Warnik. Das kannst du denken. Ich schimpfte ge-waltig auf Wirthshäuser, nannte sie die Heimath böserSitten