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ler hielt: doch verehrte ihn auch ganz Taubenfeld als denHelden milchigsten Mann und wärmsten Vaterlandsfreund.Er trug die Nationalkokarde sogar auf der weißen Nacht-mütze, mit welcher er des Morgens eine Pfeife Tabakzum Fenster hinaus rauchte; und bei jedem Glase Wein,das er mit Freunden trank, donnerte ihnen seine mächtigeBeredtsamkeit ins Herz, daß man Gut und Blut dem Va-terlande weihen und dessen Feinde vom Erdboden vertil-gen müsse. Er trat fast, wenn er über diesen Gegenstandsprach, aus den Schranken der Menschlichkeit, indem ermit schrecklichen Eidschwüren bctheucrte, daß er jeden feind-lichen Krieger, der ihm vor die Klinge kommen würde,ohne Gnade und Barmherzigkeit niedcrmctzeln wolle. „O,nicht so grausam, lieber Häslein!" sagte dann immerDorcheu, Gundrams schöne Tochter, die ihn übrigenswegen seines.heiligen Eifers für Freiheit und Vaterlandinnigst liebte. Sie selbst nahm an dem Schicksale des be-drängten deutschen Volkes den lebhaftesten Antheil. Darinstimmte sie ganz mit dem geistvollen Tanzmeistcr zusam-men, und er gewann ihr Herz, das sie seinetwegen einemfrühcrn Verehrer entzog.
Dieß war der Kaufmann Burkhard, ein junger, lie-benswürdiger Mann. Er sprach aber nie von Thaten,die er beim Landsturm thun wollte, und darum hielt ihnDorchen für feige. Häslein machte ihn sogar als einenlauen Patrioten und geheimen Anhänger des Feindes ver-dächtig, weil er sich niemals in blutdürstige Kriegsgesprächemischte und bisweilen laut und öffentlich behauptete, derMensch müsse immer Mensch bleiben, und auch mit Fein-den menschlich verfahren.
Häsleins flammender Muth hatte selbst die vornehmstenFrauen und Mädchen der Stadt entzündet. Sie waren